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Advent – Zeit der Besinnlichkeit. Oder doch nicht?

Wenn es draußen dunkel wird

Schnecke im AdventAm Sonntag brennt die dritte Kerze. Nicht mehr lange, dann erwachen wir am kürzesten Tag des Jahres, erleben die längste Nacht, die Wintersonnenwende. Draußen, in der Natur, ist diese Zeit eine Zeit des Rückzugs, des Kräftesammelns, des Samenreifens im Verborgenen. Es gibt viel weniger bunte Farben, weniger starke Gerüche, weniger Geräusche. Aus dieser Dunkelheit wird das Licht geboren.

Und das ist es ja eigentlich, was wir feiern in dieser Zeit, dass das Licht wiederkommt. Dass die Tage länger werden und wir Hoffnung haben, dass der Winter, hat er auch gerade erst begonnen, vergehen wird.

Und was tun wir in dieser Zeit?

Leider ist diese Zeit der größten Dunkelheit und der tiefsten Stille in der Natur für uns Menschen oft die hektischste und betriebsamste Zeit im Jahr. Alles muss noch schnell unter Dach und Fach gebracht werden, Jahresabschlüsse sollen getätigt, Weihnachtsfeiern gefeiert und die letzten Geschenke gekauft werden. Auch die Planung fürs kommende Jahr soll stehen. Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit im ganzen Jahr für den Einzelhandel. Da kann man sich lebhaft vorstellen (und miterleben), was in den Geschäften und hinter den Kulissen los ist. Überstunden werden geschoben, Hektik wird verbreitet.

Statt unsere Sinne zur Ruhe kommen zu lassen, begeben wir uns auf laute Weihnachtsmärkte, beschallen unsere Ohren mit beständigem Gedudel aus Kaufhaus-Lautsprechern, betören unsere Nasen mit vielfältigsten Gerüchen nach Glühwein und Naschkram. Unsere Augen baden in grellem Licht der Weihnachts-Lichter-Deko, eine heller und blinkiger als die andere. Puh, das ist Stress für unsere Sinne! Weiterlesen

Wo tankst Du regelmäßig Kraft?

Entspannung und Kreativität in der Natur finden

Gerade für sehr empfindsame und hochsensible Menschen ist die Begegnung mit Natur enorm Stress abbauend und Kraft schenkend.

Eine gute Methode, Naturbegegnung regelmäßig und gezielt in seinen Alltag einzubauen, ist, sich seinen eigenen Kraftplatz zu suchen. In diesem kurzen Video (1 Min 15) zeige ich Dir einen der Plätze, die ich gern aufsuche.

Schreib doch unten in die Kommentare, welches Dein ganz spezieller Platz zum Auftanken ist 🙂

Warum ist Natur so entspannend für uns?

Ein Blitz-Impuls

Möchtest Du einen Grund wissen, warum Natur uns so dermaßen entspannen kann? Dann schaue dieses – wirklich kurze – Video 🙂

Dieses Video ist Teil der #30’TageVideoChallenge, bei der ich mitgemacht habe. Die Aufgabe: ein Ein-Minuten-Video. Darum endet es etwas abrupt 😉

Ein ungebetener Gast

oder: wie ich mit einer verhassten Bekannten umging

Was für eine herrliche Frühlingssonne! Ich sitze tatsächlich mal wieder draußen und schreibe diesen Blogartikel für dich. Entspannt und motiviert. Entspannt wie schon lange nicht mehr. Denn die letzten Wochen waren echt Hardcore für mich „Sensibelchen“.

Zu viel gearbeitet, zu viele Menschen um mich herum, zu viele Sorgen im Kopf, zu viele ToDos auf der Liste. Und vor allem: zu wenig Selbstfürsorge. Ich habe gepowert und durchgehalten bis zum Anschlag. Und habe kleine Anzeichen von Überreizung abgetan und ausgeblendet. Denn ich wollte ja immer „erst noch“ …

Bis SIE vor der Tür stand. Meine altvertraute, ungeliebte, verhasste Bekannte. Die Panikattacke. Wieder und wieder klopfte sie an, richtig penetrant. Mit diesem gruseligen Gefühl von Unwirklichkeit in mir. Mit so einem Kribbeln im Körper, das ich leicht fehlinterpretieren kann. Angst, was wohl mit mir los sein könnte. Panik, einfach umzukippen mitten in der Veranstaltung, bei einer wichtigen Besprechung oder während des Einkaufens.

© HaywireMedia - Fotolia.com

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Laut und deutlich sagte sie mir: „Es reicht! Sieh zu, dass du wieder zu dir kommst!“ Blöd, dass sie so brüllen muss, bevor ich tatsächlich innehalte. Wie mein Papa früher sagte: „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

Dinge, die (auch dir?) helfen

Nach überstandener Attacke mache ich mir bewusst, dass sie „nur“ aufgetaucht ist, weil mein Maß mal wieder voll ist. Akut gehe ich dann aus der Situation raus, um wieder zu mir zu kommen. Aber mir ist auch klar, dass ich (wieder mal) langfristig etwas ändern muss.

So kann ich im ersten Schritt die Außenreize so weit wie möglich runterfahren. Weniger Veranstaltungen besuchen, weniger Menschen treffen, weniger Internet und ähnliche Medien. Mut zum Neinsagen, auch wenn es schwer fällt.

Mich dann auf meine Ressourcen besinnen, auf das, was ich kann und was sich schon bewährt hat. Zum Beispiel genug Wasser trinken. Das vergisst sich leicht, wenn man unter Strom steht. Wusstest du, dass Flüssigkeitsmangel im Gehirn ähnliche Symptome hervorrufen kann wie eine Panikattacke???
Pausen machen, und zwar echte Pausen. Nicht noch schnell die Mails checken, während ich auf meinem Brot kaue.
Meditieren. Ich weiß ja aus Erfahrung, dass mich regelmäßige Meditation innerlich ruhig und gelassener werden lässt. Wobei die Betonung klar auf „regelmäßig“ liegt. Meditieren mitten in einer Panikattacke? Klappt nicht.
Mich wieder bewusst bewegen, Sport machen. Um Stresshormone im Körper abzubauen.
Für genügend erholsamen Schlaf sorgen.
Autogenes Training
, das ich immer wieder „vergesse“, wenn alles gut läuft.

Auszeit

© drubig-photo – Fotolia.com

Das alles sind keine neuen Erfindungen oder Erkenntnisse. Vielleicht dachtest du beim Lesen: „Wie langweilig, das weiß ich doch alles schon.“ „Eigentlich“ wissen wir doch alle, was „man“ tun sollte. Und doch braucht es manchmal einen inneren Aufrüttler, um das Wissen tatsächlich auch (wieder) anzuwenden. Ins TUN kommen, das Wissen umsetzten, regelmäßig und konsequent, das ist der Schlüssel.

Die Panikattacke ist (bei mir) ein „ausgezeichnetes“ inneres Stressbarometer. Sie springt sehr zuverlässig an, wenn ich meine Balance zu lange vernachlässige. Wenn ich zu lange zu viele Reize auf mich einprasseln lasse (innere wie äußere), ohne mir genug Zeit zu nehmen, sie auch zu verarbeiten. Angenehm ist diese Bekannte nicht. Gerne möchte ich auf ihren Besuch verzichten. Einfach, indem ich dauerhaft gut genug für mich selber sorge. Ich arbeite daran.

Und jetzt gehe ich meditieren 🙂

Petra Vorname

P.S. Was ist dein persönliches Stressbarometer? Woran merkst du sehr zuverlässig, dass es reicht? Und was tust du dann?

P.P.S. Im übrigen: es ist Dein Leben!

Kopfkino vom Feinsten – Stress pur

Hast Du auch manchmal ein Schlechtes-Kopfkino-Thema?

Mit Kopfkino meine ich in diesem Fall all die Filme, mit denen wir uns selber Stress bereiten, wenn wir sie in unserem Kopf abspulen. Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Rachegelüste…

Mein Kopfkino, das ich im Moment mit mir rumtrage, geht so.

Ich buche einen Workshop. Die Thematik ist toll, und die Referentin wollte ich schon immer mal persönlich kennenlernen. Ich werde nicht umhin kommen, mich in den drei Tagen auch zu zeigen, vor ihr und den anderen Teilnehmern, auf eine mir eher ungewohnte Art. Das ist eine mächtige Herausforderung! Aber ich freu mich drauf. (Ab und zu mal die Komfortzone verlassen! 🙂 )

Durch Zufall erfahre ich, dass vermutlich eine Person teilnimmt, mit der für mich nicht gut Kirschen essen ist. Im Alltag ignorieren wir uns mittlerweile. Ich nenne diese Person hier mal "Erdmännchen". (Was keinesfalls wertend gemeint ist, sondern nur als Platzhalter dient.)

Es kann also sein, dass Erdmännchen auch an diesem Workshop teilnimmt. Kaum ist diese Erkenntnis in die bewussteren Teile meines Gehirns gesickert, geht auch schon mein Kopfkino los. Adrenalinstoß – Stress pur!

Dunkle Wolken ziehen auf!

Ich will sofort den Workshop absagen! Er ist eh schon eine Herausforderung, und wenn dann noch Erdmännchen da sitzt, das überstehe ich nicht!

Tja…

Dumm ist nur, dass ich den Teilnahmebetrag schon überwiesen habe, und die Stornogebühr recht hoch ist. Hm, will ich so viel Geld verbrennen, nur wegen Erdmännchen? Und außerdem will ich doch diesen Workshop machen! Was habe ich also für Alternativen?

Ich könnte

  • hingehen und mich einigeln, mich nicht zeigen. Ein ganz kleines Mäuschen werden. Nur nicht auffallen. Hinterher wird sich keiner erinnern, dass ich dabei war. Auch Erdmännchen nicht. Auch die Referentin nicht…
  • Erdmännchen einfach ignorieren. (Aus Erfahrung weiß ich, dass mir solch eine Option eher nicht gegeben ist…)
  • aufmerksam nach Fehlern bei Erdmännchen suchen und das dann ausnutzen. Erdmännchen schlecht machen, damit ich besser da stehe.
  • mich selbst möglichst positiv in Szene setzen. Ha, wie soll mir das gelingen, wenn ich voll unter Strom stehe vor lauter Aufregung??? Und noch mehr als sonst Angst habe, Fehler zu machen?
  • rumzicken. Und damit von meiner Angst und Nervosität ablenken.
  • es als Chance sehen, mich TROTZDEM zu behaupten, trotz meiner Vorbehalte, Ängste und Befürchtungen. Daran wachsen.
  • es als Chance sehen, mit Erdmännchen einen anderen Umgang zu finden. Entweder nur für mich, innendrin, oder für uns beide.

Oder doch nicht?

Na, da habe ich ja eine ganze Menge Möglichkeiten. Welche soll ich bloß wählen, welches wird die beste sein? Keine Ahnung. surprise Und es ist auch wirklich egal! Denn: es ist ja nur Kopfkino! Ich weiß doch gar nicht, ob Erdmännchen tatsächlich den Workshop auch gebucht hat!

Es geht hier nämlich gar nicht um die bestmögliche Planung meiner Begegnung mit Erdmännchen. Tatsache ist: indem ich den Filmen in meinem Kopf folge, setze ich mich selber unter Strom. Das ist, was tatsächlich passiert. Das ist es, worum es hier tatsächlich geht. Ich erzeuge ein hohes Maß reellen Stress im meinem Körper. Der mir nichts bringt außer Schweißausbrüchen, kalten Fingern, Magendrücken, nicht einschlafen können. Denn ich kann ja gar nichts tun! Es ist ja alles nur in meinem Kopf!

Besser ist…

Wenn Du ein Schlechtes-Kopfkino-Thema hast, mach Dir selber klar, dass es das ist: Kopfkino. Spüre nach, was in Deinem Körper passiert, wenn Du den Film laufen lässt. Und dann entscheide Dich erneut, bewusst!, ob Du diesen Film weiterlaufen lassen willst.

Denn mal ehrlich: egal, wie gut wir im Vorfeld die Eventualitäten einer solchen Situation geplant und durchdacht haben. Meistens kommt es dann ja doch anders.

Oder? Wie siehst Du das? Wie gehst Du mit Kopfkino um? Was sind Deine bewährten Strategien in so einer Situation? Eher stressig oder eher entspannend? Schreib es doch unten in die Kommentare rein, ich freue mich!

Von Energievampiren und Gegenmitteln

Hast du schon mal etwas von einem "Energievampir" gehört? Erfahren haben wir sicherlich alle schon mal, wie es sich anfühlt, wenn einer bei uns "andockt".

Meine Coach-Kollegin Veronika Krytzner beschreibt auf ihrer Seite Walk-your-Talk mit dem Bild der Snickers-Werbung, wie es ist, wenn man selbst zum Energievampir mutiert, und welche Abhilfen es dafür gibt.

Weil ich das Thema so spannend finde, habe ich mich mit einem Gastartikel bei ihr eingeklinkt. "… und plötzlich fühle ich mich so leer!" Darin gebe ich Tipps zum Umgang mit Energievampiren. Besonders hochsensible Menschen sind anfällig dafür, ihre Energie bei anderen zu lassen, was schnell zu einem erhöhten Stresslevel führen kann. In meinem Artikel erfährst du

  • wie du Energievampire erkennst
  • wie und ob du den Zusammenprall mit einem Energievampir verhindern kannst und
  • was du im konkreten Fall für dich selbst tun kannst.

Welche Erfahrungen hast du schon mit Energieräubern gemacht? Welche Tips im Umgang mit ihnen haben sich für dich bewährt? Veronika und ich freuen uns über deinen Kommentar unter dem Artikel! Oder mail mir unter coach@coyotetrainings.de .

Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

peinlich, peinlich…

Letztens habe ich etwas ziemlich verbockt. Und das war mir richtigrichtig peinlich.

Was war passiert?

Regelmäßig finden bei mir Erlebnisabende am Lagerfeuer statt. Dazu gibt es speziell für meine Newsletter-Leser eine kleine Erinnerung.

Lagerfeuer im Tippi - Entspannung pur

Nun war es wieder so weit, in zwei Tagen sollte der Abend stattfinden. Ich schrieb also den Newsletter. Sollte ja nur kurz sein. War es auch. Abgeschickt. Was anderes gemacht.

Kurz darauf  bekomme ich eine Email einer aufmerksamen Leserin, mit dem Hinweis, dass das Datum nicht stimmt. Oh Schreck! Ich also das Programm geöffnet, Entschuldigung getippt, Datum geändert, wieder losgeschickt.

Kurze Zeit später wieder eine Email eines ebenso aufmerksamen Lesers. Das Datum ist noch immer falsch!

Ach du Sch… !

Sch…. öne Bescherung. Was tun? ich habe mich total geärgert, und dann beschlossen, es jetzt dabei zu belassen. Noch einen dritten Brief, wieder mit Entschuldigung, wollte ich meinen Lesern nicht zumuten. Das wäre ja bald noch peinlicher. Außerdem traute ich ihnen durchaus zu, dass sie wissen, welcher Mittwoch gemeint ist wink.

Aber es war mir peinlich. Oberpeinlich sogar. Ich, die ich immer lieber dreimal gucke, ob auch alles stimmt. Voll die Perfektionistin! Mir passiert so etwas!

Wie konnte das passieren?

Und warum? Weil ich den Newsletter zwischen Tür und Angel geschrieben habe. Der musste eben noch raus. Hatte es vor mir hergeschoben, und dann auf den letzten Drücker *husch husch*. Eigentlich weiß ich es doch besser…

 

©-Rudie-Fotolia.com

 

Und was folgt daraus? Erkenntnisse.

  • Stress begünstigt Fehler.
  • Gute Planung ist das A und O.
  • Auch wenn es schnell gehen soll (was sich ja nicht immer vermeiden lässt): Nimm dir die Ruhe, das ordentlich zu machen. Lieber einen anderen Punkt auf der Liste dafür sausen lassen. Die Zeit, die ich hinterher gebraucht habe, noch einen Brief zu schreiben und mich zu ärgern und darüber nachzudenken, wie ich reagieren soll, die Zeit hätte ich besser in Korrekturlesen gesteckt.
  • Hör auf, Dich zu ärgern und nimm die Peinlichkeit nicht zu schwer. Passiert ist passiert.

Immerhin weiß ich nun einmal mehr, dass ich eine aufmerksame Leserschaft habe, und das freut mich! An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Hinweise von Euch!

Stress tut gut ;-)

Alle meckern über Stress,

aber eigentlich ist es doch 'ne ganz gute Sache, wenn man mal genauer hinguckt. Glaubst du nicht? Dann schau doch mal dieses kurze Video (ca. 7 Minuten) dazu an. Oder, wenn du es lieber schriftlich hast, lies den Beitrag dazu. Deine Meinung interessiert mich, wie siehst du das mit dem Stress? Hat er seine Berechtigung? Schreib mir doch in die Kommentare hier unter dem Artikel oder direkt unter dem Video.

Und hier kommt das Ganze als Text:

Heute möchte ich dir gern mal erzählen, dass Stress eigentlich für uns etwas ganz Positives ist. Ich beschäftige mich ja nun schon längere Zeit mit den Themen Stress, Burnoutprävention, Stressmanagement. Und was mir immer wieder auffällt ist, dass meine Kunden zu mir kommen mit dem Wunsch, sie möchten ihren Stress los sein.

Darum habe ich darüber nachgedacht, ob Stress nicht auch etwas Positives hat. Denn wenn wir alle immer so viel davon haben, dann müsste es doch auch eine gute Seite daran geben. Es gibt ja eigentlich in der Natur des Menschen, oder in der Natur überhaupt, nichts, was nicht für irgendetwas gut sein kann. Darum möchte ich heute mal eine Lanze für den Stress brechen.

Wofür kann Stress gut sein?

Das, was wir landläufig immer so mit „Stress“ bezeichnen, ist ja immer eher so ein Zustand von „das wird mir zu viel, ist so anstrengend, ich habe keine Auszeit, es kommt alles auf einmal“ und so weiter.

Wenn wir aber mal auf die Ursprungsbedeutung des Wortes schauen,

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Stressfreie Gesprächskultur – der Redestab

Ein Streit bricht aus – Stress pur!

Neulich saß ich mit Freunden zusammen. Es war eine gemütliche Runde, bis, ja bis mit einem Mal ein Thema auf den Tisch kam, das die Gemüter hochkochen ließ. Manchmal passiert so etwas, ungewollt, ungeplant, unbeabsichtigt.

Es wurde lauter und lauter am Tisch, Redebeiträge flogen hin und her. Nicht gerade angenehm, denn es wurde auch sehr persönlich, was eigentlich mit der Sache an sich gar nichts zu tun hatte. Sicherlich kennst du solche Situationen?!

Mich setzte diese Art der Auseinandersetzung sehr unter Stress, obwohl ich gar nicht der Hauptakteur war. Auch die anderen ließ es sichtlich nicht kalt. Mir fällt es als HSP  zusätzlich noch schwer, so einen brodelnden Emotions-Kessel auszuhalten. Außerdem komme ich in solchen Runden fast nicht zu Wort, weil ich selber nicht so heftig werden will.

Später am Abend

einigten wir uns, den Streit zu beenden, um friedlich auseinandergehen zu können. Was ja gut ist. Ich war jedoch völlig erschöpft, verspannt und am Ende meiner Kräfte. Zudem hatte ich das Gefühl, dass es überhaupt kein Ergebnis gegeben hatte. Es war ein Schlagabtausch, jede Seite hatte ausgespuckt, was sie für wichtig hielt (und noch mehr), aber wir kamen nicht wirklich auf den Punkt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich selber gar nicht sagen konnte, was ich dachte und fühlte. Ich kam in der hitzigen Diskussion einfach nicht dazu. Beides hinterließ einen schalen Nachgeschmack bei mir. Weiterlesen

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Heute kommt *tataaaa* die letzte unserer Regeln in dieser Serie! Sie ist nicht so lang, denn mittlerweile, nach 13 Wochen, bist du sicherlich ein Stress-Profi!

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

Die meisten unserer (spontanen) Bewertungen sind subjektiver Natur. Das heißt, sie kommen durch dein ganz persönliches Wertesystem zustande. Andere Menschen würden die Situationen vielleicht ganz anders sehen und anders reagieren.  Je nachdrücklicher du allerdings bewertest, desto objektiver erscheint dir das Ganze. Das ist gut, denn so glaubst du, dass es ja gar nicht anders sein kann. Und schwupp – bist du schon im Ärger-Frust-Aufreg-Kampf-Stress-Modus.

“Nicht die Dinge an sich, sondern unsere Sichtweise auf die Dinge ist das, was uns beunruhigt”.  Epiktet, griechischer Philosoph

Wie profitierst du von der Regel Nummer 13?

Stell dir vor, du stehst kurz vor Ladenschluss an der Kasse im Supermarkt. Du kaufst nur eine Kleinigkeit, und bezahlst mit einem großen Schein. Daraufhin sagt die Kassiererin sichtlich genervt zu Dir: „Haben Sie es nicht kleiner???“ Nun kommt dein großer innerer Bewertungsauftritt. Sofort solltest du Dinge denken wie: „Ist die blöd? So was unfreundliches! Die spinnt wohl, das gehört sich nicht! Oder findet sie mich etwa doof?“ Noch wirkungsvoller wird es, wenn du diese Gedanken dann auch noch ihr gegenüber aussprichst. Da geht das Adrenalin hoch! Stresshormone pur! Und nimm diese Gedanken auch mit nach Hause, hänge dich den ganzen Abend daran auf! Lasse auch deine Familie, deine Freunde daran teilhaben!

Weitere Beispiele für spontane Bewertungen können sein:

  • Der Nachbar läuft mit dem Laubsauger durch die Gegend?“ Das ist total unverschämt! Das geht gar nicht, dass er solchen Lärm macht! Die Dinger müssten verboten werden!“
  • Jemand schneidet dich im Straßenverkehr? „Das ist ja wohl das Letzte! Unmöglich! Unhöflich! Armleuchter! Niemand außer mir kann offensichtlich Auto fahren!“
  • Ein Kollege lästert über dich? „Unglaublich! Gerade der! Was plustert der sich eigentlich auf? Der hat’s wohl nötig! Dem werde ich was erzählen!“ Oder: „Da kann ja was an mir nicht stimmen, wenn Leute über mich reden, die haben sicherlich recht, dass sie mich doof finden.“
  • Es regnet? „Totales Sch…Wetter! Da muss man doch schlechte Laune kriegen!“
  • Die Sonne scheint? „Es ist viel zu warm! Wozu habe ich geduscht, wenn ich jetzt schon wieder schwitzen muss? Und überhaupt, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Sonnenbrille mitgenommen, aber so?!“

Du siehst, der Alltag hält eine Menge Gelegenheiten bereit, wo du etwas bewerten und damit deinen Stresspegel in die Höhe treiben kannst. Und je weniger rational deine Gedanken zu einer Sache sind, umso besser. Denn dann entwickeln sie noch viel eher ein Eigenleben in dir, das in die Stress-Spirale führt.

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Wenn du ohne Bewertungen (naja, oder wenigstens mit weniger negativen Bewertungen) durchs Leben gehst, kann dir das eine Form von Gelassenheit geben. Und Gelassenheit, wie auch innere Ruhe, sind nun enorme Stress-Killer. Also der Feind eines jeden Stress-Jüngers!

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