Schlagwort-Archive: Burn Out

Kopfkino vom Feinsten – Stress pur

Hast Du auch manchmal ein Schlechtes-Kopfkino-Thema?

Mit Kopfkino meine ich in diesem Fall all die Filme, mit denen wir uns selber Stress bereiten, wenn wir sie in unserem Kopf abspulen. Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Rachegelüste…

Mein Kopfkino, das ich im Moment mit mir rumtrage, geht so.

Ich buche einen Workshop. Die Thematik ist toll, und die Referentin wollte ich schon immer mal persönlich kennenlernen. Ich werde nicht umhin kommen, mich in den drei Tagen auch zu zeigen, vor ihr und den anderen Teilnehmern, auf eine mir eher ungewohnte Art. Das ist eine mächtige Herausforderung! Aber ich freu mich drauf. (Ab und zu mal die Komfortzone verlassen! 🙂 )

Durch Zufall erfahre ich, dass vermutlich eine Person teilnimmt, mit der für mich nicht gut Kirschen essen ist. Im Alltag ignorieren wir uns mittlerweile. Ich nenne diese Person hier mal "Erdmännchen". (Was keinesfalls wertend gemeint ist, sondern nur als Platzhalter dient.)

Es kann also sein, dass Erdmännchen auch an diesem Workshop teilnimmt. Kaum ist diese Erkenntnis in die bewussteren Teile meines Gehirns gesickert, geht auch schon mein Kopfkino los. Adrenalinstoß – Stress pur!

Dunkle Wolken ziehen auf!

Ich will sofort den Workshop absagen! Er ist eh schon eine Herausforderung, und wenn dann noch Erdmännchen da sitzt, das überstehe ich nicht!

Tja…

Dumm ist nur, dass ich den Teilnahmebetrag schon überwiesen habe, und die Stornogebühr recht hoch ist. Hm, will ich so viel Geld verbrennen, nur wegen Erdmännchen? Und außerdem will ich doch diesen Workshop machen! Was habe ich also für Alternativen?

Ich könnte

  • hingehen und mich einigeln, mich nicht zeigen. Ein ganz kleines Mäuschen werden. Nur nicht auffallen. Hinterher wird sich keiner erinnern, dass ich dabei war. Auch Erdmännchen nicht. Auch die Referentin nicht…
  • Erdmännchen einfach ignorieren. (Aus Erfahrung weiß ich, dass mir solch eine Option eher nicht gegeben ist…)
  • aufmerksam nach Fehlern bei Erdmännchen suchen und das dann ausnutzen. Erdmännchen schlecht machen, damit ich besser da stehe.
  • mich selbst möglichst positiv in Szene setzen. Ha, wie soll mir das gelingen, wenn ich voll unter Strom stehe vor lauter Aufregung??? Und noch mehr als sonst Angst habe, Fehler zu machen?
  • rumzicken. Und damit von meiner Angst und Nervosität ablenken.
  • es als Chance sehen, mich TROTZDEM zu behaupten, trotz meiner Vorbehalte, Ängste und Befürchtungen. Daran wachsen.
  • es als Chance sehen, mit Erdmännchen einen anderen Umgang zu finden. Entweder nur für mich, innendrin, oder für uns beide.

Oder doch nicht?

Na, da habe ich ja eine ganze Menge Möglichkeiten. Welche soll ich bloß wählen, welches wird die beste sein? Keine Ahnung. surprise Und es ist auch wirklich egal! Denn: es ist ja nur Kopfkino! Ich weiß doch gar nicht, ob Erdmännchen tatsächlich den Workshop auch gebucht hat!

Es geht hier nämlich gar nicht um die bestmögliche Planung meiner Begegnung mit Erdmännchen. Tatsache ist: indem ich den Filmen in meinem Kopf folge, setze ich mich selber unter Strom. Das ist, was tatsächlich passiert. Das ist es, worum es hier tatsächlich geht. Ich erzeuge ein hohes Maß reellen Stress im meinem Körper. Der mir nichts bringt außer Schweißausbrüchen, kalten Fingern, Magendrücken, nicht einschlafen können. Denn ich kann ja gar nichts tun! Es ist ja alles nur in meinem Kopf!

Besser ist…

Wenn Du ein Schlechtes-Kopfkino-Thema hast, mach Dir selber klar, dass es das ist: Kopfkino. Spüre nach, was in Deinem Körper passiert, wenn Du den Film laufen lässt. Und dann entscheide Dich erneut, bewusst!, ob Du diesen Film weiterlaufen lassen willst.

Denn mal ehrlich: egal, wie gut wir im Vorfeld die Eventualitäten einer solchen Situation geplant und durchdacht haben. Meistens kommt es dann ja doch anders.

Oder? Wie siehst Du das? Wie gehst Du mit Kopfkino um? Was sind Deine bewährten Strategien in so einer Situation? Eher stressig oder eher entspannend? Schreib es doch unten in die Kommentare rein, ich freue mich!

Stress tut gut ;-)

Alle meckern über Stress,

aber eigentlich ist es doch 'ne ganz gute Sache, wenn man mal genauer hinguckt. Glaubst du nicht? Dann schau doch mal dieses kurze Video (ca. 7 Minuten) dazu an. Oder, wenn du es lieber schriftlich hast, lies den Beitrag dazu. Deine Meinung interessiert mich, wie siehst du das mit dem Stress? Hat er seine Berechtigung? Schreib mir doch in die Kommentare hier unter dem Artikel oder direkt unter dem Video.

Und hier kommt das Ganze als Text:

Heute möchte ich dir gern mal erzählen, dass Stress eigentlich für uns etwas ganz Positives ist. Ich beschäftige mich ja nun schon längere Zeit mit den Themen Stress, Burnoutprävention, Stressmanagement. Und was mir immer wieder auffällt ist, dass meine Kunden zu mir kommen mit dem Wunsch, sie möchten ihren Stress los sein.

Darum habe ich darüber nachgedacht, ob Stress nicht auch etwas Positives hat. Denn wenn wir alle immer so viel davon haben, dann müsste es doch auch eine gute Seite daran geben. Es gibt ja eigentlich in der Natur des Menschen, oder in der Natur überhaupt, nichts, was nicht für irgendetwas gut sein kann. Darum möchte ich heute mal eine Lanze für den Stress brechen.

Wofür kann Stress gut sein?

Das, was wir landläufig immer so mit „Stress“ bezeichnen, ist ja immer eher so ein Zustand von „das wird mir zu viel, ist so anstrengend, ich habe keine Auszeit, es kommt alles auf einmal“ und so weiter.

Wenn wir aber mal auf die Ursprungsbedeutung des Wortes schauen,

Weiterlesen

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Heute kommt *tataaaa* die letzte unserer Regeln in dieser Serie! Sie ist nicht so lang, denn mittlerweile, nach 13 Wochen, bist du sicherlich ein Stress-Profi!

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

Die meisten unserer (spontanen) Bewertungen sind subjektiver Natur. Das heißt, sie kommen durch dein ganz persönliches Wertesystem zustande. Andere Menschen würden die Situationen vielleicht ganz anders sehen und anders reagieren.  Je nachdrücklicher du allerdings bewertest, desto objektiver erscheint dir das Ganze. Das ist gut, denn so glaubst du, dass es ja gar nicht anders sein kann. Und schwupp – bist du schon im Ärger-Frust-Aufreg-Kampf-Stress-Modus.

“Nicht die Dinge an sich, sondern unsere Sichtweise auf die Dinge ist das, was uns beunruhigt”.  Epiktet, griechischer Philosoph

Wie profitierst du von der Regel Nummer 13?

Stell dir vor, du stehst kurz vor Ladenschluss an der Kasse im Supermarkt. Du kaufst nur eine Kleinigkeit, und bezahlst mit einem großen Schein. Daraufhin sagt die Kassiererin sichtlich genervt zu Dir: „Haben Sie es nicht kleiner???“ Nun kommt dein großer innerer Bewertungsauftritt. Sofort solltest du Dinge denken wie: „Ist die blöd? So was unfreundliches! Die spinnt wohl, das gehört sich nicht! Oder findet sie mich etwa doof?“ Noch wirkungsvoller wird es, wenn du diese Gedanken dann auch noch ihr gegenüber aussprichst. Da geht das Adrenalin hoch! Stresshormone pur! Und nimm diese Gedanken auch mit nach Hause, hänge dich den ganzen Abend daran auf! Lasse auch deine Familie, deine Freunde daran teilhaben!

Weitere Beispiele für spontane Bewertungen können sein:

  • Der Nachbar läuft mit dem Laubsauger durch die Gegend?“ Das ist total unverschämt! Das geht gar nicht, dass er solchen Lärm macht! Die Dinger müssten verboten werden!“
  • Jemand schneidet dich im Straßenverkehr? „Das ist ja wohl das Letzte! Unmöglich! Unhöflich! Armleuchter! Niemand außer mir kann offensichtlich Auto fahren!“
  • Ein Kollege lästert über dich? „Unglaublich! Gerade der! Was plustert der sich eigentlich auf? Der hat’s wohl nötig! Dem werde ich was erzählen!“ Oder: „Da kann ja was an mir nicht stimmen, wenn Leute über mich reden, die haben sicherlich recht, dass sie mich doof finden.“
  • Es regnet? „Totales Sch…Wetter! Da muss man doch schlechte Laune kriegen!“
  • Die Sonne scheint? „Es ist viel zu warm! Wozu habe ich geduscht, wenn ich jetzt schon wieder schwitzen muss? Und überhaupt, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Sonnenbrille mitgenommen, aber so?!“

Du siehst, der Alltag hält eine Menge Gelegenheiten bereit, wo du etwas bewerten und damit deinen Stresspegel in die Höhe treiben kannst. Und je weniger rational deine Gedanken zu einer Sache sind, umso besser. Denn dann entwickeln sie noch viel eher ein Eigenleben in dir, das in die Stress-Spirale führt.

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Wenn du ohne Bewertungen (naja, oder wenigstens mit weniger negativen Bewertungen) durchs Leben gehst, kann dir das eine Form von Gelassenheit geben. Und Gelassenheit, wie auch innere Ruhe, sind nun enorme Stress-Killer. Also der Feind eines jeden Stress-Jüngers!

Weiterlesen

Regel #12: Die Meinung anderer über dich sei dein Maßstab!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Wie gewohnt, kommt heute wieder am Donnerstag eine neue Regel. Es ist die vorletzte in dieser Serie, und sie heißt :

Regel #12: Die Meinung anderer über dich sei dein Maßstab!

Unsere heutige Regel passt ein bisschen zur Regel Nummer 1 "Mach es allen recht!". Bei der Regel ging es jedoch hauptsächlich ums Tun. Heute geht es mehr um dein Denken und das, was daraus dann folgt.

Wie profitierst du von der Regel #12?

“Die Hölle, das sind die anderen.” – J.P. Sartre (“Geschlossene Gesellschaft”)

Es ist wichtig, was die anderen über dich denken und sagen. Deshalb solltest du dir auch immer Feedback einholen, und dich dann nach der Meinung der anderen richten!

Wenn du Angst vor deren Ablehnung oder Kritik hast, dann fühlst du dich ihnen ausgeliefert. Du fühlst dich gut, wenn das Feedback gut ist, und miserabel, wenn die Meinung eine ablehnende ist. Dieses Gefühl von Ausgeliefertsein ist sehr unangenehm, und es wird dich in deinem Verhalten und in deinen Entscheidungen hemmen.

Letzten Endes führt es dazu, dass du gar nicht mehr Nein sagen kannst, dass du deine Wünsche nicht

Weiterlesen

Regel #11: Verplane all deine Zeit!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Einen Tag später als gewohnt, meldet sich mein Kollege und Mitarbeiter Coyote heute bei Euch. Das liegt daran, dass nicht immer alles so nach Plan läuft, wie wir das gerne hätten… Was uns auch gleich direkt zur heutigen Regel führt wink :

Regel #11: Verplane all deine Zeit!

Verplane all deine Zeit!

Die Regel Nummer 11 folgt einem Zitat von Lucius A. Seneca, der da sagte:

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Im Bereich Zeitmanagement (also die Lehre davon, wie man mit seiner Zeit sinnvoll umgehen kann) gibt es ja viele tolle Methoden und Sprüche. Zum Beispiel „Jede Aufgabe braucht die Zeit, die man ihr gibt“, das Pareto-Prinzip, Puffer schaffen usw.

Das ist toll, denn als wahrer Anhänger der gelungenen Stressbeschaffung kannst du nun hingehen, und deine eigene Vorgehensweise daraus ableiten.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 11?

Das eigentlich Wichtigste ist: verplane den ganzen Tag mit Terminen und Aufgaben. Dann wirst du viele davon nicht oder nicht vollständig oder nicht gut erledigen können, das liegt in der Natur der Sache. Alleine das Hetzen von Termin zu Termin und von Aufgabe zu Aufgabe bringt dich schon in Wallung. Und wenn du nie das schaffst, was du dir vorgenommen hast, demotiviert dich das auch noch zusätzlich. Ein schöner Stressfaktor!

Hinzu kommt: nimmst du dir immer zu viel vor und verplanst damit alle deine Zeit, wirst und bleibst du unflexibel. Das stresst dich und in der Folge auch andere. Die werden dir dann dankbar sein wink .

Es gibt im Zeitmanagement den irrwitzigen Rat, man solle nur rund 50 – 60% seiner Zeit einplanen. Die restliche Zeit soll als Puffer für unvorhergesehene Dinge dienen, den Plausch mit dem hereinplatzenden Kollegen, die unerwartete Beschwerde des Kunden, den Computerabsturz. Aber ehrlich gesagt: Puffer sind doch was für Weicheier. Also: plane keine Puffer ein!

Bei der Planung deiner Zeit solltest du auch beachten, dass du keine Prioritäten setzt.

Weiterlesen

Regel #10: Gib deine Eigenverantwortung ab!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Die heutige Regel beschäftigt sich mit der Frage, was Stress mit Verantwortung zu tun hat.

Regel #10: Gib deine Eigenverantwortung ab!

Du hast heute schlechte Laune, weil dein Partner dich angemault hat? Du hast auf der Arbeit Fehler gemacht, weil dein Chef ein mieser Hund ist? Dein Feierabend ist gelaufen, weil die Kassiererin so unfreundlich war? Du hast Geld verloren, weil du auf einen Freund gehört hast?

Wenn du so denkst und tickst, bist du schon gut gewappnet für Regel Nummer 10 und auf einem guten Weg, dem Stress in deinem Leben einen festen Platz zu geben.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 10?

Indem du deine Eigenverantwortung abgibst, begibst du dich ganz schnell in die Rolle eines Opfers. Des Opfers deiner Umstände, deiner Vergangenheit, deiner Mitmenschen. Super! Denn in diesem Moment bist du hilflos, weil du deine Macht abgibst, und das versetzt dein Körpersystem in Alarmbereitschaft. Was nichts anderes bedeutet als: Stress!

Du!

 

Denke möglichst oft: ich muss das ja tun, denn XXX (hier die Personen deiner Wahl eintragen) will das so. Und denke möglichst oft: ich kann ja gar nicht anders handeln/denken/fühlen, denn DIE UMSTÄNDE (hier eintragen, was für dich passt) zwingen mich. Noch besser klappt es, wenn du denkst (und sagst) „MAN muss das tun, MAN kann ja nicht anders…“ Je allgemeiner formuliert, umso weniger Verantwortung trägst du! Und je mehr große und kleine Entschuldigungen du findest, umso besser!

Hast du bereits Stress-Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe, dauernde Kopfschmerzen, Magenprobleme und anderes? Die kannst du gut verstärken! Mach dir klar, dass du dafür nichts kannst. Weiß man doch, dass die Belastung von uns allen ständig zunimmt! Und dann noch diese blöden Kollegen, wenn die nicht immer… müsstest du auch nicht… Vielleicht trinkst du zu viel jeden Abend, aber was sollst du denn machen, wenn alle immer was von dir wollen? Da muss man ja auch mal Abstand zu bekommen! Und dann geh zum Arzt, der weiß Bescheid und wird dir schon die richtige Pille geben. Und wenn die nichts nützt? Naja, du hast halt besonders schwere Umstände. Kannst du ja nichts für!

Gut funktioniert auch, die Vergangenheit verantwortlich zu machen.

Weiterlesen

Regel #9: Halte hartnäckig an alten Gewohnheiten fest!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

So, heute kommt eine weitere Regel, die, konsequent angewendet, eine Garantie für Stress ist ;-). 

Regel #9: Halte hartnäckig an alten Gewohnheiten fest!

Viele Dinge, die wir uns im Laufe des Lebens angewöhnt haben, bereiten uns Stress. Auch wenn wir das, weil wir sie ja so gewöhnt sind, gar nicht mehr merken. Wenn du solche Gewohnheiten an dir entdeckst, bist du schon auf einem guten Weg zu einem hohen Stressniveau und womöglich auf gerader Strecke in einen Burnout. Halte unbedingt an deinen alten, Stress bringenden Gewohnheiten fest, denn Veränderung könnte der Tod von Anstrengung und Stress sein! Frei nach dem Motto: „Das habe ich doch schon immer so gemacht. Warum sollte ich es ändern?“

Wie profitierst du von der Regel Nummer 9?

Gewohnheiten sind Abläufe im Handeln, Denken und Fühlen, die zur Routine geworden sind. Die also ablaufen, ohne dass wir darüber nachdenken (müssen). Richtig gute Stress-Gewohnheiten können sein:

  • Unruhiger Tagesbeginn. Also morgens zig-mal auf den Wecker hauen, in letzter Minute gequält aufstehen, unter die Dusche springen, etwas überwerfen, im Stehen den Kaffee runterschütten (möglichst mit Mund verbrennen) und ab durch den längst überfüllten Verkehr ins Büro.
  • Viel und ungefiltert fernsehen. Nach einem langen Tag haust du dich auf die Couch und siehst genüsslich fern. Dabei ist es gut, dass 90% aller gesendeten Nachrichten schlechte Nachrichten sind, und dass in den meisten Filmen geschossen, getötet, erniedrigt und verletzt wird. Da unser Unterbewusstsein nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheidet, glaubt es, selbst im Krisengebiet zu sein, sich in Gefahr zu befinden, Angst haben zu müssen usw. Und dein Körper reagiert mit entsprechenden Stress-Symptomen.
  • Zeitungen und Radio hören können übrigens den gleichen Zweck erfüllen, wenn du entsprechend auswählst! Beziehungsweise nicht auswählst, sondern dich einfach berieseln lässt.
  • Wenig Bewegung. Mit Bewegung könnten wir unseren Körper dazu bringen, Stresshormone abzubauen. Nichts, was wir wollen!
  • Immer zu spät schlafen gehen. Schlafmangel führt auf Dauer dazu, dass weder dein Körper noch dein Geist sich regenerieren können. Und das macht – richtig! Stress.
  • Vergiss die Pausen. Pausen sind für Weicheier. Wer braucht schon Entspannung und Ablenkung, wenn er auch im Dauerstress sein kann?!
  • Ungefähr 50 Mal am Tag die Emails abrufen. So unterbrichst du ständig deine Arbeitsabläufe, lenkst dich ab, bekommst nichts richtig fertig. Das alles zusammen lässt dich am Ende des Arbeitstages richtig schön gestresst fühlen.
  • Unangenehme Aufgaben aufschieben. Dann begleitet dich ständig das Gefühl, sie noch erledigen zu müssen. Wunderbar anstrengend!
  • Immer die gleichen – destruktiven – Gedanken denken. Reagiere immer wieder mit Ärger auf bestimmte Verhaltensweisen deiner Mitmenschen, sieh möglichst oft schwarz, habe Angst vor der Zukunft und so weiter. So kannst du deinen Stresspegel dauerhaft hoch halten.
  • Die vorhergehenden Regeln 1-8 einhalten 😉

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Auf keinen Fall solltest du deine Gewohnheiten ersetzen! Zum Beispiel durch:

Weiterlesen

Regel #8: Missachte schöne Dinge, pfeif auf Musik und andere Ablenkungen!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Mit sieben Regeln haben wir uns bereits beschäftigt, heute folgt 

Regel #8: Missachte schöne Dinge, pfeif auf Musik und andere Ablenkungen!

Alles, was uns gut tut, entspannt unseren Körper und unseren Geist. Denn es lenkt uns, kurzfristig oder auch länger, ab von zum Beispiel ängstlichen, frustrierenden, ärgerlichen oder anderweitig anstrengenden Gedanken. Das wollen wir ja nicht! Wir wollen uns ja darauf konzentrieren, richtig gut Stress zu haben, möglichst dauerhaft.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 8?

Unser Verstand kann sich ja immer nur mit einer Sache zur Zeit beschäftigen. Darum ist es wichtig, dass du dich nicht – auch nicht kurz! – ablenken lässt von entspannenden Gedanken, guten Gerüchen, netten Gesprächen, schönen Bildern oder sonstigem.

Jemand hat frischen Kuchen mitgebracht? Iss ihn ruhig, aber achte dabei nicht auf den herrlichen Duft und den leckeren Geschmack. Das lenkt nur ab von deiner Anspannung.

Es läuft ein schönes Lied im Radio? Schalte bloß aus oder verlasse schleunigst den Raum. Musik, die uns gefällt, kann uns in eine heitere, ausgelassene, womöglich fröhliche Stimmung versetzen. Dabei willst du doch angestrengt bleiben!

Eine Katze oder ein Hund laufen vorbei? Komm bloß nicht auf den Gedanken, das Tier streicheln zu wollen. Denn IMG_0206 (480x640)schlaue Forscher haben nachgewiesen, dass das Streicheln von Tieren unter anderem den Blutdruck senkt. Man setzt sogar gezielt Tiere ein, zum Beispiel in Altenheimen oder Krankenhäusern, damit es den Menschen dort schneller besser geht. Das ist ja wohl Beweis genug, dass so ein Tier ganz und gar nicht in unsere Stress-Mach-Strategie passt!

Das Sahnebonbon obendrauf: wenn wir gestresst sind und es uns schlecht geht, sind wir meistens nicht in der Lage, uns an all das zu erinnern, was möglicher Weise den Stresspegel senken könnte. Du profitierst also doppelt! Du vermeidest Stress-Bewältiger, und dadurch vergisst du sie auch immer mehr! Super!

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Umgeben wir uns mit (für uns) schönen und angenehmen Dingen, so kann das dazu führen, dass wir uns wohl fühlen. Fühlen wir uns wohl, entspannen wir uns auch. Womöglich schüttet unser Körper auch noch das Glückshormon Serotonin aus. Und das, das ist der größte Feind vom Stress!

Cappuccino caldo e Brioche

Etwas für dich selbst zu tun, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist wie zum Beispiel

  • eine Tasse duftenden Kaffee oder Tee bewusst trinken
  • dein Lieblingslied hören
  • ein schönes Bild an der Wand betrachten
  • ein Spaziergang in der Natur
  • dem Regen lauschen
  • ein Tier streicheln
  • sich am Blumenstrauß auf dem Tisch erfreuen
  • eine Ausstellung besuchen
  • ein Glas Wein genießen
  • ein leckeres Essen kochen und dabei ganz bewusst die Gerüche und die Farben aufnehmen

all diese Dinge wirken beruhigend, aufmunternd, entspannend. Man braucht sie aber nicht. Sie lenken ab, kosten Zeit und sind garantiert nicht geeignet, dir Stress zu bereiten! Wenn du also deinen Stress kultivieren willst, dann pfeif auf all die angenehmen, schönen Dinge! Und leg dir bloß keine Liste an von allem, was dir gut tut (so ähnlich, wie ich das oben gemacht habe) ! Du könntest dich sonst wieder daran erinnern, wenn dein Stresspegel schon richtig hoch ist!


Soweit für heute mit Regel Nummer 8. Ich bin gespannt, wie du damit zurecht kommst. Nächste Woche folgt dann Regel #9: Halte hartnäckig an alten Gewohnheiten fest!


Artikel verpasst? Melde dich doch hier auf dieser Stelle an, dann hast du die aktuelle Nummern immer pünktlich im Email-Briefkasten. Abmelden geht natürlich jederzeit mit einem kurzen Klick am Ende der Mail. 🙂

Regel #7: Sei undankbar! Oder – sei einfach nie dankbar!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Nun haben wir schon die Hälfte der 13 Regeln, die mein Kollege und Mitarbeiter Coyote (augenzwinkernd) für uns aufgestellt hat, geschafft! Wie steht es denn um dein Stresslevel? Bist du schon ordentlich genervt gewesen in den vergangenen Wochen? Sehr gut! Oder war noch nicht die richtige Methode für dich dabei? Dann hast du noch gute Chancen zum Üben, denn es folgen noch weitere 7 Regeln! Heute kümmern wir uns um

Regel #7: Sei undankbar! Oder – sei einfach nie dankbar!

Diese Regel schließt eigentlich nahtlos an die vorhergehende Regel Nummer 6 „Suche – und finde! – immer das Haar in der Suppe!“ an. Denn wenn du schon mal das Haar gefunden hast und am Rummeckern bist, hast du auch gleich einen guten Grund, undankbar zu sein.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 7?

Undankbar sein kannst du, wenn du in jeder Situation, sei sie auf den ersten Blick auch noch so nett/schön/beglückend, das Schlechte siehst. Die Vögel singen endlich wieder nach langem Winter, der Frühling ist da! Aber nun haben sie dich geweckt, viel zu früh. Freunde haben dich eingeladen? Da hätten sie ruhig auch mal dein Lieblingsessen kochen können!

Oder du kannst undankbar sein, weil du meinst, dass dir eigentlich immer noch etwas besseres zusteht. Du hast 1 Euro gefunden? Verdammt, warum war es nicht mehr? Du hast ein Lob vom Chef bekommen? Und wieso hat er dich nicht gleich befördert?

Du kannst aber auch einfach ignorieren, was dir Gutes widerfährt.

Weiterlesen

Regel #6: Suche – und finde! – immer das Haar in der Suppe!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Heute hat Coyote eine Regel für dich aufgestellt, die wirklich einfach ist. Sozusagen total alltagstauglich. Denn in uns gibt es einen Anteil, der eigentlich genau das immer schon macht. Die Regel lautet

Regel #6: Suche – und finde! – immer das Haar in der Suppe! IMG_0457

In uns gibt es einen Anteil im Gehirn, der ständig auf der Suche nach Gefahren, Veränderungen und Unannehmlichkeiten ist. In jeder noch so netten Situation scannt dieser Anteil die Umgebung und unser Inneres, ob nicht irgendwo doch ein Haar in der Suppe zu finden ist. Das bedeutet, für ein normales Stresslevel reicht es schon, diesen Anteil einfach machen zu lassen.

 

Aber wenn du ein wahrer Meister im Stresserzeugen werden willst, dann kannst du diese Eigenschaft noch perfektionieren!

Wie profitierst du von der Regel Nummer 6?

Selbst in der besten, perfektesten Situation gibt es noch etwas zu entdecken, worüber du nörgeln kannst. Zum Beispiel hast du endlich Urlaub, aber das Hotel ist kleiner als du dachtest. Oder du gehst richtig lecker essen, aber der Tisch steht irgendwie falsch. Oder endlich ist es Sommer, aber warum musst man da immer so schwitzen?

Mach dabei „ABER“ zu deinem Lieblingswort! Ein guter Gedanke ist zum Beispiel (und ich selbst bin eine Meisterin in diesem Gedanken, ich weiß also, wovon ich rede! 😉 ) „Das ist ja eine tolle Situation, richtig schön. ABER wer weiß, ob das von Dauer ist/jemals wieder so kommt/gleich schon wieder vorbei ist/man das überhaupt wiederholen kann…“ Es ist schön, dass ich im Sommer draußen sitzen kann. ABER bald ist wieder Herbst, und dann ist das vorbei.

Solche Gedanken führen dazu, dass du eigentlich nie mehr richtig zufrieden bist. Auf die Dauer wächst dadurch deine innere Anspannung, und du bekommst ordentlich Stress!

Gute Fortschritte wirst du auch machen, wenn du dir jeden Abend im Bett vor dem Einschlafen aufzählst,

Weiterlesen