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Blühen oder nicht blühen – ist das hier die Frage?

Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“

Anais Nin

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Wenn wir aufmerksam in unser Inneres horchen, kennen wir alle diesen Tag, an dem es (eigentlich) nicht mehr anders geht, als die Blütenblätter zu öffnen und das zu zeigen, was in unserem Inneren ist, uns so zu zeigen, wie wir sind, wenn wir unseren wahren Weg gehen.

Leider ignorieren wir oft diesen Ruf. Wir denken, das kann ja wohl nicht sein, nicht jetzt bitte, ich habe noch so viel anderes zu tun. Blühen kann ich auch, wenn ich erstmal alles in trockenen Tüchern habe, wenn ich in Rente bin. Vorher muss ich noch… und dann noch… und überhaupt, was werden die anderen sagen? Wenn ich einfach blühe und dufte und mich der Sonne entgegen strecke?

Und dann verharren wir weiter in der Knospe, ignorieren das innere Drängen, halten unter größter Anstrengung unsere Blütenblätter geschlossen und gehen weiter unserem Tagesgeschäft nach.

Eine Knospe, die nicht blühen darf, schrumpft und welkt. Und genau das tun wir auch. Wir werden krank, seelisch und körperlich. Oft endet es im Burn Out, im Infarkt der Seele. Wie viele Knospen sterben, ohne je geblüht zu haben?

Aber: ohne Blüte keine Frucht! Nur wo es geblüht hat, können wir später ernten. Nur dann können wir einen großen Korb voller Früchte sammeln und uns daran erfreuen.

Darum: erblüht was das Zeug hält, streckt Euch, zeigt Euch, folgt Eurem Herzen, seid Ihr selbst und lebt Euer ganz eigenes, spezielles Leben!

20120706-101459.jpgDu hast keine Ahnung, wie das gehen soll? Du spürst dieses innere Sehnen, weißt aber nicht, wo es herkommt und wohin es Dich führen will? Vielleicht wünschst du Dir Unterstützung beim Erblühen?

Dann schick mir doch eine Email oder ruf mich an, ganz unverbindlich. Dann können wir herausfinden, ob Du gemeinsam mit mir (D)einen Weg gehen magst.

coach@coyotetrainings.de oder Tel 04793-955057

Sind Sie (noch) im richtigen Job? Die 50 Mio-Euro-Frage ;-)

Im falschen Job zu sein, kann sich anfühlen, wie in der falschen Haut zu stecken. Tag für Tag am falschen Ort Dinge zu tun, die einem nicht am Herzen liegen, nur um irgendwie über die Runden zu kommen, kann in den Burn Out führen, kann uns ausbrennen lassen.

Vielleicht nagt die vage Frage an Ihnen: „bin ich hier eigentlich  richtig?“ Oder vielleicht wissen Sie auch bereits ganz genau, dass Sie es nicht sind. In beiden Fällen können Sie sich und Ihren Wünschen, Bedürfnissen und Träumen mit einer einfachen Frage auf die Spur kommen:

„Was würde ich tun, wenn ich 50 Millionen Euro zum Leben geschenkt bekäme?“

Stellen Sie sich vor, Sie bekämen 50 Millionen Euro geschenkt. Einzige Voraussetzung: Sie müssen einer Arbeit nachgehen.

Bei dieser Summe bräuchten Sie nie mehr für Ihren Lebensunterhalt arbeiten zu gehen. Sie könnten sich also Ihre Arbeit aussuchen. Das ist auch der Sinne dieser Übung: sie soll den Kopf frei machen von den üblichen Vorbehalten, die sonst immer sofort auftauchen. Z.B. „ich muss schließlich meine Kinder versorgen“, „ich muss das Haus abbezahlen“, „ich will nicht von Hartz IV leben müssen“ usw. Das sind alles gute Gründe, um mit dem Gewohnten weiterzumachen. Aber es lähmt uns oft bei dem Blick nach Alternativen.

Spielen Sie doch mal mit der 50 Mio-Euro-Frage und überlegen sich folgendes: Wie sähe Ihre Arbeit aus, wenn Sie frei wären von allen Gedanken an das Überleben? Was würden Sie tun? Vielleicht etwas herstellen oder andere Menschen unterstützen. Mit wem würden Sie zusammen arbeiten? Welche Eigenschaften haben Ihre Kollenge, oder arbeiten Sie lieber allein? Was wäre Ihr Beitrag für die Menschen, für wen würden Sie Ihre Arbeit tun? Wie würden Sie Ihren Tagesablauf gestalten? Vielleicht sind Sie ein Frühaufsteher und fangen beim Morgengrauen an. Oder Sie sind eine Nachteule und beginnen mit Ihrer Arbeit am Nachmittag oder Abend.

Sicherlich fallen Ihnen noch viel mehr Fragen ein.

Träumen Sie einfach mal, träumen kostet ja nix, und der Job ist deswegen auch noch nicht weg. Vielleicht entsteht in Ihnen die eine oder andere Idee, wie Sie das Geträumte in Ihre  reale Arbeitswelt umsetzen können. Das können Veränderungen am Arbeitsplatz sein (z.B. andere Arbeitszeiten, in eine andere Abteilung wechseln). Oder Sie stellen fest, dass Sie etwas ganz anderes machen wollen und entwickeln nun konkrete Ideen dazu. Oder Sie merken, dass Sie völlig richtig sind, da wo Sie sind, dann freuen Sie sich!

Wie gesagt, Träumen allein verändert noch nicht Ihre Wirklichkeit. Aber die – Ihre – ganz persönliche Beantwortung der 50 Millionen-Euro-Frage kann ein erster Schritt weg vom Burn Out und hin zu einem erfüllten, ausgeglichenen Leben sein.

Entspannte Grüße

Ihre Burn Out-Expertin

 

Gleichgewicht im Leben

Der Begriff der Work-Life-Balance meint, dass wir unsere Arbeit und unser Leben in ein ausgewogenes Verhältnis bringen sollen, um gesünder zu leben. Im Wort Life-Work-Balance wird versucht, dem Leben einen höheren Stellenwert vor der Arbeit zu geben. Meiner Meinung nach ist er aber auch nicht viel besser.

Denn was besagt es eigentlich, wenn ich versuche, meine Arbeit und mein Leben (oder mein Leben und meine Arbeit) in Balance zu bringen? Es sagt in meinen Augen nichts weiter, als dass Leben und Arbeit als voneinander getrennt betrachtet werden.

In der Konsequenz hiesse das, dass die Arbeit nicht zu meinem Leben gehört. Oder noch mehr zugespitzt: dass ich während meiner Arbeit nicht lebe. Das ist eine erschreckende Vorstellung, oder?

Und doch ist es genau das, was so viele Menschen in unserer Gesellschaft tun. Sie verbringen einen großen Teil des Tages (oder der Nacht, in der Schichtarbeit) damit, diese Zeit irgendwie, mehr oder weniger engagiert „herum zu bringen“. Um dann anschließend, im Feierabend, endlich zu leben. Oder endlich am Wochenende. Oder im Urlaub. Oder, dann aber wirklich!, im Ruhestand.

Ich finde: Was für eine Verschwendung kostbarer Lebenszeit! Und ein guter Weg ins Ausgebranntsein, in den Burn Out. Denn wenn ich mindestens ein Drittel meines Tages nicht lebe, wie soll ich da eine wirkliche Ausgewogenheit in mein Leben bekommen?

Vielleicht sollte ein neuer Ausdruck her. Er könnte heissen: Work-Leisure-Balance, also ein Ausgleich von Arbeit zu Freizeit. Eine andere, noch ausdrucksstärkere Idee, wie ich finde, wäre: Work-In-Life-Balance. Also die Balance von Arbeit zu anderen Dingen in meinem Leben. Eine gute Verteilung des Arbeitsanteils innerhalb meines Lebens. Denn eigentlich geht es in der Burn Out-Prävention um ein gutes Maß zwischen Anspannung und Entspannung. Und das sollte während meiner Arbeit genauso gewährleistet sein, wie in der übrigen Zeit meines Lebens.

Ein gutes Maß an Entspannung während meiner Arbeit (und das muss nicht unbedingt Pausenzeiten heissen) kann ich jedoch nur hinbekommen, wenn ich in meiner Arbeit präsent bin, also ganz dabei, ganz da bin. Und nicht ständig innerlich hoffe, dass es bald vorbei ist. Das ist Widerstand, Anspannung, die sich durch den gesamten Tag zieht. Und auch die Pausen nicht auslässt, weshalb die dann nicht unbedingt entspannend sind. Und genau das kann ins Ungleichgewicht, bis hin zum Burn Out führen.

Fazit: Viel wichtiger als die Frage, ob ich genug Freizeit im Verhältnis zu Arbeit in meinem Leben habe, ist die Frage, ob die Mischung von Anspannung zu Entspannung stimmt. Egal, ob es sich um Arbeit, Freizeitbeschäftigungen oder sonstiges handelt. Wie sieht es bei Ihnen mit dieser Balance aus?

Was ist Burn Out?

Das Burn Out-Syndrom (andere Schreibweisen sind Burn-Out, Burnout) wird auch als Erschöpfungssyndrom, Ausgebranntsein, Infarkt der Seele bezeichnet. Es ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, obwohl sich die Betroffenen durchaus krank fühlen. Im Burn Out „versammeln“ sich eine Vielzahl unterschiedlicher körperlicher und seelischer Symptome, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Tinnitus, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Depressionen, Angst- und Panikstörungen. Das macht es natürlich schwierig, eine klare Diagnose zu stellen. Oft wird, wie in unserer westlichen Medizin üblich, dann am Symptom „herumgedoktert“, ohne nach den Ursachen zu suchen. Das kann vorübergehend Linderung verschaffen, nach einiger Zeit kehren aber die gleichen Beschwerden zurück, oder andere tauchen an ihrer Stelle auf.

Allen Burn Out-Betroffenen gemeinsam ist das Gedankenkarussel, in dem sie sich befinden, das sich schneller und schneller dreht, und aus dem es irgendwann keinen Ausstieg mehr gibt. Die Gedanken verengen sich mehr und mehr auf ein Thema (zum Beispiel die Arbeitssituation), bis es keine anderen Themen mehr zu geben scheint. Dies kostet enorm viel Energie, die nicht mehr aufgefüllt werden kann, weil der Betroffene nicht mehr abschaltet und zur Ruhe kommt.