Kopfkino vom Feinsten – Stress pur

Hast Du auch manchmal ein Schlechtes-Kopfkino-Thema?

Mit Kopfkino meine ich in diesem Fall all die Filme, mit denen wir uns selber Stress bereiten, wenn wir sie in unserem Kopf abspulen. Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Rachegelüste…

Mein Kopfkino, das ich im Moment mit mir rumtrage, geht so.

Ich buche einen Workshop. Die Thematik ist toll, und die Referentin wollte ich schon immer mal persönlich kennenlernen. Ich werde nicht umhin kommen, mich in den drei Tagen auch zu zeigen, vor ihr und den anderen Teilnehmern, auf eine mir eher ungewohnte Art. Das ist eine mächtige Herausforderung! Aber ich freu mich drauf. (Ab und zu mal die Komfortzone verlassen! 🙂 )

Durch Zufall erfahre ich, dass vermutlich eine Person teilnimmt, mit der für mich nicht gut Kirschen essen ist. Im Alltag ignorieren wir uns mittlerweile. Ich nenne diese Person hier mal "Erdmännchen". (Was keinesfalls wertend gemeint ist, sondern nur als Platzhalter dient.)

Es kann also sein, dass Erdmännchen auch an diesem Workshop teilnimmt. Kaum ist diese Erkenntnis in die bewussteren Teile meines Gehirns gesickert, geht auch schon mein Kopfkino los. Adrenalinstoß – Stress pur!

Dunkle Wolken ziehen auf!

Ich will sofort den Workshop absagen! Er ist eh schon eine Herausforderung, und wenn dann noch Erdmännchen da sitzt, das überstehe ich nicht!

Tja…

Dumm ist nur, dass ich den Teilnahmebetrag schon überwiesen habe, und die Stornogebühr recht hoch ist. Hm, will ich so viel Geld verbrennen, nur wegen Erdmännchen? Und außerdem will ich doch diesen Workshop machen! Was habe ich also für Alternativen?

Ich könnte

  • hingehen und mich einigeln, mich nicht zeigen. Ein ganz kleines Mäuschen werden. Nur nicht auffallen. Hinterher wird sich keiner erinnern, dass ich dabei war. Auch Erdmännchen nicht. Auch die Referentin nicht…
  • Erdmännchen einfach ignorieren. (Aus Erfahrung weiß ich, dass mir solch eine Option eher nicht gegeben ist…)
  • aufmerksam nach Fehlern bei Erdmännchen suchen und das dann ausnutzen. Erdmännchen schlecht machen, damit ich besser da stehe.
  • mich selbst möglichst positiv in Szene setzen. Ha, wie soll mir das gelingen, wenn ich voll unter Strom stehe vor lauter Aufregung??? Und noch mehr als sonst Angst habe, Fehler zu machen?
  • rumzicken. Und damit von meiner Angst und Nervosität ablenken.
  • es als Chance sehen, mich TROTZDEM zu behaupten, trotz meiner Vorbehalte, Ängste und Befürchtungen. Daran wachsen.
  • es als Chance sehen, mit Erdmännchen einen anderen Umgang zu finden. Entweder nur für mich, innendrin, oder für uns beide.

Oder doch nicht?

Na, da habe ich ja eine ganze Menge Möglichkeiten. Welche soll ich bloß wählen, welches wird die beste sein? Keine Ahnung. surprise Und es ist auch wirklich egal! Denn: es ist ja nur Kopfkino! Ich weiß doch gar nicht, ob Erdmännchen tatsächlich den Workshop auch gebucht hat!

Es geht hier nämlich gar nicht um die bestmögliche Planung meiner Begegnung mit Erdmännchen. Tatsache ist: indem ich den Filmen in meinem Kopf folge, setze ich mich selber unter Strom. Das ist, was tatsächlich passiert. Das ist es, worum es hier tatsächlich geht. Ich erzeuge ein hohes Maß reellen Stress im meinem Körper. Der mir nichts bringt außer Schweißausbrüchen, kalten Fingern, Magendrücken, nicht einschlafen können. Denn ich kann ja gar nichts tun! Es ist ja alles nur in meinem Kopf!

Besser ist…

Wenn Du ein Schlechtes-Kopfkino-Thema hast, mach Dir selber klar, dass es das ist: Kopfkino. Spüre nach, was in Deinem Körper passiert, wenn Du den Film laufen lässt. Und dann entscheide Dich erneut, bewusst!, ob Du diesen Film weiterlaufen lassen willst.

Denn mal ehrlich: egal, wie gut wir im Vorfeld die Eventualitäten einer solchen Situation geplant und durchdacht haben. Meistens kommt es dann ja doch anders.

Oder? Wie siehst Du das? Wie gehst Du mit Kopfkino um? Was sind Deine bewährten Strategien in so einer Situation? Eher stressig oder eher entspannend? Schreib es doch unten in die Kommentare rein, ich freue mich!

18 Gedanken zu „Kopfkino vom Feinsten – Stress pur

  1. Petra Manthey Beitragsautor

    Hallo Mia,

    hab Dank für Deinen kritischen Kommentar. Ich sehe das so:

    Erstmal finde ich es schade, dass die Geschichte so bei Dir im Fokus ist und nicht die Essenz, also „die Moral von der Geschicht'“, worum es mir eigentlich geht. Nämlich um Kofpkino (das die meisten kennen) und wie man damit umgehen kann. Da muss ich vielleicht mit meiner Schreibe noch präziser werden?

    Auf meinem Blog erzähle ich Geschichten, auch von mir. Ich bediene mich dabei der Freiheit, die jeder Schreiber hat, d.h., wie real meine Personen und Situationen tatsächlich sind, weiß ich allein. Ja, auch ich als Coach bin menschlich und habe meine Schatten und unangenehmen Themen. Diese zu benennen, wenn es der Sache dient, ist für mich ein Ausdruck von Authentizität. Ich weiß, dass es auch unter Kollegen ganz unterschiedliche Meinungen und viele Diskussionen darüber gibt, wie persönlich man werden „darf“. Nun, ich bin hier auf meinem Blog und nicht im Coaching. Es geht nicht in erster Linie um die Menschen, sondern um die Themen. Wer das zu persönlich und unprofessionell findet, wird wieder gehen, das ist okay.

    Beste Grüße,
    Petra

  2. Mia

    Hallo Petra
    Über den Begriff „Kopfkino“ bin ich auf diese Seite und deinen Artikel gestoßen. Was hier dazu lese, hat mich veranlasst, dir zu schreiben.
    Ich muss sagen dein Beispiel finde ich sehr befremdlich. Du greifst auf ein privates und sehr persönliches Problem von dir zurück, welches dir hier es als Vorlage für deinen Text dient.

    Ich finde es nicht schön das du hier eine reale Person aus deinem Leben „benutzt“. Aus deinem Text entnehme ich, dieser Mensch weiß auch nichts davon. Dann betitelst du diese Person als „Erdmännchen“, rechtfertigst dich aber gleichzeitig dafür das dies nicht wertend gemeint ist. Ich empfinde es als eine Beleidigung, einen Menschen so zu nennen, er wird dadurch lächerlich gemacht.
    Das klingt ein bißchen so, als hättest du hier noch eine Rechnung mit jemanden offen und benutzt nun das Blog dafür, dies auszutragen. Als Coach so zu handeln, wirkt auf mich unprofesionell und unsicher.
    Vielleicht wäre ein neutrales Beispiel für dieses Thema angebrachter gewesen.
    Ich hoffe, ich trete dir mit meiner Meinung nicht zu nah, aber ich empfinde es so.
    Mfg Mia

  3. Petra Manthey Beitragsautor

    Hallo Manuel,

    ja, diese Leichen im Keller…. gut, wenn man sie kennt und ihnen nach und nach immer besser in die Augen sehen kann 😉

    Danke für Deine Gedanken-Anstöße und Anregungen. Sie sind sehr wertvoll. Ich freue mich, wenn es hier Austausch gibt, das macht das Blog erst richtig lebendig 🙂

    Herzlich

    Petra

  4. Manuel

    Hallo Petra

    Ja – jeder von uns hat Leichen im Keller, nicht? Ich wollte hier jetzt auch nichts im Detail wissen.

    Sollte nur ne Anregung für dich sein darüber mal nachzudenken, wenn du schon so eine persönliche Geschichte von dir, für andere Leser in deinem Blog veröffentlichst. (Hoffentlich hat  "Erdmännchen" nicht mitgelesen)

    Auf alle Fälle hast du recht mit deinen Punkten. Kopfkino kann durch viele Situationen entstehen. Egal, ob von einer bestimmten Person oder durch andere Erlebnisse ausgelöst. Danke für den Ausstausch hier.

    Grüße Manuel

  5. Petra Manthey Beitragsautor

    Hi Manuel,

    die Geschichte mit Erdmännchen ist eine sehr lange und würde hier tatsächlich den Rahmen sprengen 😉

    Was mir mit meinem Artikel besonders am Herzen liegt, ist folgendes. Kopfkino im Vorfeld eines Ereignisses kann uns

    • den Schlaf rauben
    • Energie kosten
    • Ängste schüren
    • vom wirklich Wichtigen ablenken
    • wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren lassen
    • und noch einiges mehr.

    Es ist immer selbstgemacht (passiert ja nur in meinem Kopf), und in der Ausführlichkeit und mit dem einhergehenden Stress allermeistens unnötig. Wenn man sich das klarmacht, wirklich versteht und danach handelt (z.B. mit den Stopschild im Kopf), kann man

    • besser schlafen
    • Energie für was anderes einsetzen
    • sich darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist
    • geschmeidiger durchs Leben gehen
    • und noch manches mehr.

    Natürlich gibt es nach wie vor unangenehme Situationen im Leben. Und Kopfkino. Und Leute, denen man lieber nicht begegnen würde. Das ist gar nicht der Punkt.

    Der Punkt (in diesem Artikel) ist, dass man lernen kann, sich im Vorfeld nicht kirre zu machen. Nicht schon wochenlang z.B. in Angststarre zu verharren, wann immer man an die bevorstehende Situation denkt. Dann kann man klügere Entscheidungen treffen oder einfach insgesamt entspannter leben 🙂

    Passt das für Dich?

    Herzlich

    Petra

  6. Manuel

    Hallo Petra

     

    Danke für die Schilderung deines Kopfkinos und was daraus geworden ist.

     

    In der Situation „Workshop“ hast du es hinbekommen, aber wie ist es in einer anderen/nächsten Situation, kannst du dann genauso reagieren? Sprich, das Erdmännchen-Problem bleibt doch irgendwie, oder? Und das Kino geht wieder von vorne los.

    Eine Frage für dich wäre auch, warum hast du so eine Angst vor Erdmännchen? Warum löst dieser Mensch so einen Stress in dir aus? Reicht es für eine langfristige Lösung, nur die Einstellung dazu zu ändern?

     

     

    Grüße Manuel

  7. Petra Manthey Beitragsautor

    Hallo Manuel,

    vielen Dank für Deine aufmerksamen Fragen! Ja, Erdmännchen war auch da, und es war okay für mich 😉 . Meine schlimmsten Kopfkino-Szenarien haben sich nicht bestätigt.

    Ich denke, das lag zu einem großen Teil daran, dass ich mich im Vorfeld damit auseinandergesetzt habe. Mir klargemacht habe, was lediglich erstmal nur meine GEDANKEN und Phantasien dazu sind. Mir bewusst gemacht, dass ich dazu auch Alternativen habe (z.B. das als Chance zu sehen, daran zu wachsen).

    Und ich habe mir immer wieder – auch während des Workshops – klargemacht, was ich eigentlich vom Workshop will, egal ob Erdmännchen nun dabei ist oder nicht. Dass ich was lernen und ’ne schöne Zeit haben will. Und dass ich diese wertvollen Stunden nicht mit „was wäre wenn“ und „ich hab da ein Problem“ vergeuden will. Das wiederum hat mir geholfen, mich immer wieder im JETZT, im gegenwärtigen Augenblick, zu verankern. In diesem gibt es dann nämlich kein Kopfkino 😉

    Ich glaube, dass sich meine unangenehmen Gedanken in Bezug auf Erdmännchen für die Zukunft verringert haben (ob es tatsächlich so ist, wird sich zeigen 😉 ). Und zwar – und das finde ich wichtig – indem ich mein Mindset, also meine Einstellung verändert habe. Es gab im Workshop keine Konfrontation oder Aussprache oder so. Das war für mich nicht (mehr) relevant. Und ist es auch im nachhinein nicht. Ich bin bei mir geblieben, das war wichtig 🙂

    Hilft Dir das weiter? Sonst frag gern nochmal nach!

    Herzlich

    Petra

  8. Petra Manthey Beitragsautor

    Liebe Andrea,

    schön, dass Du schon Erfolge mit dem inneren Stopschild hast 🙂 ! Ja, Übung macht auch hier die Meisterin und den Meister, da kannst Du Dich drauf verlassen. Also immer schön dranbleiben 😉

    Danke für’s Teilen Deiner Erfahrung.

    Liebe Grüße

    Petra

  9. Petra Manthey Beitragsautor

    Liebe Barbara,

    haha, das war sicherlich super-sauberes Geschirr hinterher 🙂 Danke für diesen Tipp!

    Ich sehe das wie Du, es ist eine Entscheidungssache, welche Gedanken ich weiter verfolge, UND es braucht Übung, vom nervenden Kopfkino loszukommen. Schlechtes Kopfkino kann so eine gruselige Eigendynamik entwickeln!

    Herzlich

    Petra

  10. Petra Manthey Beitragsautor

    Liebe Nicole,

    durchwachte Nächte wegen Kopfkino sind echt grausam. Manchmal hilft es dann, in dem Moment tatsächlich einfach alles aufzuschreiben, was so im Kopf herumschwirrt. Bis er leer ist und man wieder einschlafen kann.

    Danke für Deinen Kommentar!

    Liebe Grüße

    Petra

  11. Petra Manthey Beitragsautor

    Hallo Sepp,

    ja, positives Kopfkino kann eine klasse Sache sein 🙂

    Die Methode von Frau Birkenbihl erinnert mich an einen Ausspruch, der Abraham Lincoln zugeschrieben wird. Er geht in etwa so: „Für deine Sorgen (hier könnte auch „Kopfkino“ stehen) reserviere dir jeden Tag eine halbe Stunde. Und in der Zeit mache ein Nickerchen.“

    Cool, dass die Methode bei Dir klappt und Danke für’s Teilen!

    Lieben Gruß

    Petra

  12. Andrea Giesler

    Liebe Petra,

    das Kopfkino kenne ich (leider) nur zu gut. Ich bin jemand der das Kopfkino "gerne" anschmießt und sich alles mögliche ausmalt. Leider macht das schlechte Laune und stresst.

    Ich habe daher bewusst entschieden, dass Kopfkino auszustellen. Immer wenn ich merke, ah, jetzt geht es wieder los, stoppe ich mich. Ich setze darauf, dass es mit der Zeit immer besser wird. Ich habe erste Erfolge zu verzeichnen 🙂

    Liebe Grüße, Andrea

  13. Barbara J. Schoenfeld

    Oh ja, liebe Petra, dieses dusselige Kopfkino hat mir früher immer alles verdorben. Was hab ich mich gemartert, was hab ich für Gefechte in meinem Kopf ausgeführt. Schlimm, schrecklich und mir ging es immer schlechter. Einmal reinfallen lassen und es hört nicht mehr auf!

    Bis mir das bewusst wurde, dass ich mich entscheiden kann, jetzt einfach solchen Gedanken nicht mehr nachzugehen. Ich stand schon laut brüllend in meiner Wohnung und habe diesen Gedanken den "Mund" verboten. Das war schon harte Arbeit. Ich kann mich noch sehr gut an eine Situation erinnern. Ich habe jeden Gedanken beantwortet: Ich spüle jetzt mein Geschirr! eine halbe Stunde habe ich mein Geschirr gespült, ganz bewusst mich nur auf das Spülen konzentriert und ganz langsam den Schwamm bewegt und meinen Satz runtergebetet 🙂 danach wurde es besser…

    Inzwischen habe ich gelernt, dieses Kopfkino besser in den Griff zu bekommen. Doch wenn man einmal sich reinfallen lässt hat man ewig damit zu kämpfen. Es ist wie alles Übungssache.

    Vielen Dank nochmal für diesen schönen Artikel, alles Liebe für dich und 

    herzliche Grüße

    Barbara

  14. Manuel

    Hallo Petra

    Dieses Kopfkino kenne ich auch sehr gut. Mich würde mal interessieren, ob sich dein Kopfkino in Wirklichkeit bestätigt hat, weil manche Sachen doch durchaus so geschehen können, oder? Sonst würde das Kino im Kopf nicht so groß werden, vielleicht.

    War denn das "Erdmännchen" wirklich auch dort im Workshop und wie bist du dann mit der Situation umgegangen? Hast du was für dich mitnehmen können oder habt ihr euch wieder "vertragen", so das dieses Kopkino nun überflüssig geworden ist? Falls Dir meine Fragen nicht zu persönlich sind, wäre es toll, wenn du dazu mal was erzählen könntest. Würde mir sehr helfen. Und anderen denen es ähnlich geht vielleicht auch.

    Viele Grüße Manuel

  15. Nicole Bailer

    Liebe Petra,

     

    Ja das ist ein sehr spannendes Thema. Bei mir kommt es Gott sei Dank nur noch recht selten vor aber wenn, dann kann es schon sein das ich eine komplette Nacht kein Auge zumache. Dann liege ich von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr wach und komme einfach nicht in den Schlaf. Es ist wie wenn ich mich in ein Karussel setze und dauernd anschucke – obwohl ich das garnicht will.

    Was geschieht dann am nächsten Tag? Mein Kopf ist leer – ich habe mich fast "tot-gedacht und auf einmal -wie aus dem nichts, kommt ein Impuls (entweder von einer Meditation, einer Unterhaltung oder einem Facebook-Post) und all meine Sorgen und Zweifel lösen sich in Luft auf. Dann denke ich: Toll – und darum hast du dir die Nacht um die Ohren gehauen? Das darf nicht wahr sein….

     

    Ich denke es ist wichtig, eine Strategie für sich selbst zu entwickeln – wie man diesen Film abstellt oder wenigstens so leise stellt, dass er nicht zu viel Chaos anrichtet.

     

    Vielen Dank für deinen Artikel.

    Liebe grüße

    Nicole

  16. Sepp

    …das kenne ich auch gut, im negativen, dass ich mir Ereignisse in den schlimmsten Farben ausmale und dann Nachts nicht mehr schlafen kann. Aber auch im positiven, dass ich mich mit meinem Kopfkino motivieren kann, indem ich mir besonders positive Folgen vorstelle. Um das unerwünschte Kopfkino zu stoppen nutze ich eine Methode die ich mal in einem Vortrag von Vera Birkenbihl mitgenommen habe. Ich sage laut "Stopp!" schaue auf die Uhr und sage wieder laut "Es ist jetzt 12.15 Uhr (die tatsächliche Uhrzeit), ich habe jetzt keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen, ich mache mir heute Abend um 21.00 Uhr dazu Gedanken!"

    Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals Abends ein Thema wieder aufgegriffen hätte.

    Liebe Grüße
    Sepp

     

  17. Petra Manthey Beitragsautor

    Hallo David,

    großartige Geschichte! So ein Kopfkino steckt doch in jedem von uns. Wenn man es selbst nicht merkt, ist es gut, jemanden zu haben, der uns darauf hinweist 🙂

    Herzlich

    Petra

  18. David

    Hallo Petra,

    beim Lesen Deiner Geschichte musste ich schmunzeln, weil ich an eine Geschichte denken musste, die ich mal über Richard Bandler gehört habe:

    Er kam zu einem Klienten, der ihm sagte, er würde von grauenhaften Monstern aus einer Fernsehserie verfolgt. Und er habe echte Probleme, diese Fiktionen von echten Wesen zu unterscheiden, weil sie so real auf ihn wirkten. Seitdem liege er lange Nachts wach und werde auch tagsüber von Angst und Panik gejagt.

    Richard sagte: "Um diese Fähigkeit würden Dich viele beneiden!" was natürlich Verwunderung beim Klienten verursachte. Auf die Frage, was damit gemeint sei, antwortete Richard: "Na Du hast eine aussergewöhnliche Gabe Dir Sachen so realisitisch vorzustellen, aber so eine Scheiß-Auswahl beim Fernsehprogramm. Ich wüsste, welchen Kanal ich einschalten würde ……

    Ganz liebe Grüße,

    David

     

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