Archiv der Kategorie: Prävention

Mit Leichtigkeit…

… geht mir heute meine Arbeit von der Hand.

Ich sitze draußen in der Sonne, mein Tablet auf dem Schoß, und schreibe vor mich hin. Ich genieße es, denn ich weiß auch: es war nicht immer so. Weder ging mir meine Arbeit immer so leicht von der Hand, noch waren die äußeren Umstände immer so angenehm. Ist meine Arbeit deswegen einfach? Nicht unbedingt. Immerhin muss ich trotzdem meinen Kopf bemühen, um Sinnvolles für Dich zu produzieren wink .

Wofür soll Leichtigkeit gut sein?

Klar ist, je mehr Leichtigkeit ich in mein Leben einlade, umso mehr Spaß macht es, umso mehr Energie habe ich, und oft werden auch die Ergebnisse besser. Auch ein kniffliges Problem kann dann leicht sein. Nicht unbedingt einfach zu lösen. Aber leicht zu nehmen.

Ich habe es nämlich selber in der Hand, wieviel Leichtigkeit mein Tag haben darf. Es gilt der Spruch:

Love it, change it or leave it.

Geh mit der Situation, verändere sie, oder lass es sein.

Wie geht das?

Kam die Leichtigkeit für mich über Nacht? Nein, natürlich nicht. Ich musste schon ein bisschen "Vorarbeit" leisten, damit mir das jetzt so leicht von der Hand geht.

Zum einen musste ich mir erstmal klar darüber werden, was es (für mich) eigentlich braucht, um mit Leichtigkeit arbeiten zu können. Mit welchen Themen will ich mich beschäfitigen? Wie muss mein Arbeitsplatz aussehen? Was will ich erreichen mit dem, was ich tue? Diese und viele andere Fragen wollen beantwortet sein, wenn ich die Dinge zunehmend leichter nehmen will.

Ich muss dazu natürlich meinen inneren Nörgler mit ins Boot holen. Der flüstert mir so Sätze ins Ohr wie: Arbeit darf nicht leicht sein. Was leicht ist, ist nichts wert. Nur wenn du dich richtig anstrengst, wirst du auch dafür bezahlt. Ja, wenn ich darauf höre, dann kann mein Leben nicht leicht sein. Aber wer sagt denn, dass er Recht hat? Wer sagt denn, dass er sich nicht grandios irrt, nur weil er Sätze nachplappert, die er mal von anderen aufgeschnappt hat?

Leichtigkeit bedeutet daher für mich auch, eigene Hürden abzubauen. Die mich daran hindern, entspannt und stressfrei meinem Tun nachzugehen. Hürden im Außen (z.B. "ich muss das ja am Rechner tun") genauso wie Hürden im Inneren, oft auch als innere Schweinehunde oder limitierende Glaubenssätze bezeichnet.

Und Du?

Probier es doch mal aus! Lade mal die Leichtigkeit in Dein Leben ein! Ist auch 'ne gute Vorsorge gegen Burnout wink .

Das kannst Du tun, damit es gelingt:

  • Frage Dich, was genau Dir an Deiner Arbeit Spaß macht. Und dann genieße das bewusst, während Du es tust. Mach, wo es geht, mehr davon.
  • Bist Du am idealen Ort? Wenn nicht, könntest Du Deine Arbeit auch woanders machen? Vieles, was am Schreibtisch geht, geht auch im Café oder auf einer Parkbank. Und wenn nicht, was braucht Dein Ort, damit Du Dich dort wohlfühlen kannst?
  • Was sind Deine inneren Stimmen, die Dir einreden, dass das Leben schwer sein muss? Und ich meine jetzt nicht körperlich schwer. Wenn Du auf einer Baustelle arbeitest, ist das körperlich sicherlich schwer. Was ich meine, ist die innere Einstellung zu Deinem Tun. Steine schleppen, einen Garten umgraben oder kranke Menschen pflegen kann auch mit Leichtigkeit gelingen. Genauso, wie Texte schreiben oder Bilder malen richtig schwer sein kann. Wenn es sich für Dich innerlich so anfühlt.

Und dann: go for it smiley  ! Mit Leichtigkeit! cool

 

" Mit Leichtigkeit…" … ist auch der Titel der Blogparade von Ulrike Bergmann, an der ich mit meinem Artikel teilnehme. Hast Du Lust, noch mehr Impulse zu diesem Thema zu bekommen? Dann klicke hier. Hier gibt es einen Haufen weitere spannende Blogbeiträge, die das Thema aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchten.

Wenn nichts mehr geht – und Ostergeschenk ;-)

Schnelle Hilfe griffbereit

Manchmal ist es wie verhext. Da reicht ein Gedanke, ein Anruf, ein falsches Wort, um uns von einem guten Zustand in schlechte Laune bis hin zu „nichts geht mehr“ zu versetzen.

Die gute Nachricht ist: das klappt auch umgekehrt 🙂

Wenn bei Dir gar nichts mehr geht, ist es gut, wenn Du sofort zur Gegenmaßnahme greifen kannst. Tu etwas, das Dir einfach immer gut tut, wenn Du es machst. Und innerhalb von Minuten geht es Dir wieder besser. Vielleicht dreht sich die Welt immer noch falsch herum, aber Du nimmst es nicht mehr so eng.

Klingt so leicht. Dumm nur, wenn einem in so einer Situation nicht das Richtige einfällt. Was leider oft passiert. Dabei müssten wir uns doch nur erinnern! An das, was uns gut tut! Geht im Negativ-Modus aber eher nicht so richtig. Und dann ist es schön, wenn Du ein kleines Helferlein dabei hast.

Wie bei Daniel Düsentrieb, erinnerst Du Dich noch?

helferlein ©Disney

 

So ein kleines Helferlein ist schnell gemacht, immer dabei, 3 – 8 Punkte, die schnell getan werden können. Eine Art Erinnerungs-Liste, wenn grad nichts mehr geht.

Auf meiner Liste stehen folgende Punkte:

  • 1 Glas Wasser trinken
  • rausgehen, einmal durch den Garten laufen
  • tanzen zu "Katzenjammer"
  • 5 Minuten in Stille sitzen
  • ein Stück Schokolade oder eine Banane essen
  • 4er-Atmung machen
  • an einer Blume riechen

Wie würde Deine Liste aussehen? Welche Punkte könnten draufstehen?

Weil Ostern ist, habe ich für Dich eine kleine Vorlage gebastelt, die Du Dir hier mit Klick aufs Bild

coyote tulip

herunterladen kannst. Geschenk!!! Ostertage können ja auch manchmal ganz schön anstrengend sein, mit all dem Eiersuchen, Kochen, Gäste haben… 😉 .

Darum: Lade Dir das pdf herunter, schneide Deine eigene kleine Liste aus und deponiere sie an einer Stelle, die Du gut siehst, oder an die Du schnell ran kommst. Z.B. hinter den Bildschirm kleben, in die Brieftasche stecken, ins Handschuhfach im Auto legen. Oder notier sie Dir in Deinem Handy.

Und dann – go for it! Anwenden!

Und wenn Du magst, würde ich mich freuen, in den Kommentaren von Deinem Wenn-nichts-mehr-geht-Erinnerungs-Helferlein zu lesen 🙂 Ist bestimmt auch für andere interessant und hilfreich!

Hab schön entspannte, stressfreie Ostertage!

 

 

Die „So-als-ob“-Strategie für gute Vorsätze.

Was tun mit den guten Vorsätzen?

Nun geht dieses Jahr 2014 schon in die 12. Woche! Kinder, wie die Zeit vergeht…

Wie sieht es bei Dir aus? Hattest Du gute Vorsätze für dieses Jahr? Und hast Du sie umgesetzt? Bzw. bist Du noch dran am Vorhaben?

Gute Vorsätze

Ganz typische Vorsätze sind ja mehr Zeit für die Familie, weniger rauchen, mehr Sport, mehr Entspannung, weniger Stress haben und und und. Kennt jeder. Und genauso wissen wir alle, dass das mit den Vorsätzen so eine Sache ist. Die wenigsten werden tatsächlich umgesetzt und durchgehalten. Wenn Deine Vorsätze also schon den Bach runter sind, bist Du in guter Gesellschaft 😉 . Warum das so ist, und wie man einen guten Vorsatz formuliert, damit er auch fruchtet, soll nicht Thema dieses Artikels sein. Da findest Du genug im Netz, zum Beispiel hier oder hier.

Ich möchte vielmehr eine Methode vorstellen, mit der es vielleicht doch noch gelingt, Deinen wichtigsten Vorsatz oder Dein wichtigstes Ziel erfolgreich umzusetzen. Also, eigentlich ist es ein Spielsmiley Tu einfach so, als ob! Häh? Was soll das denn jetzt sein? Ganz einfach: Tu einfach so, als seiest Du ein Mensch, der seinen guten Vorsatz umgesetzt hat!

Zum Beispiel: Dein guter Vorsatz war, weniger Schokolade zu naschen. Dann tu einfach wie ein Mensch, der weniger Schokolade nascht. Wie fühlt sich so ein Mensch? Vielleicht leicht und stolz. Was tut so ein Mensch? Besonders, wenn er vor der Schublade mit den Süßigkeiten steht ;-). Vielleicht zum Apfel greifen? Fühl Dich mal rein in so einen Menschen, und dann tu so, als ob.

Anderes Beispiel: Du wolltest netter zu Deinen Kindern/Schwiegermutter/Nachbarn sein. Und ertappst Dich wieder beim Rummaulen. Dann tu einfach wie ein Mensch der netter zu … ist. Wie fühlt sich so ein Mensch? Wie benimmt er sich, was sagt er? Stell Dir diesen Menschen vor, und dann tu so, als ob.

Und was soll das Ganze? Vielleicht denkst Du: so ein Quatsch, entweder, ich bin so, oder nicht. Ja, das mag Dein bewusster Verstand sagen. Dein Unterbewusstsein jedoch sieht das anders. Denn es unterscheidet nicht zwischen "real" und "vorgestellt"! Wenn Du fühlen kannst wie ein Mensch, der statt zur Schokolade zum Apfel greift, dann wirst Du das in dem Moment wahrscheinlich auch tun. Wenn Du Dir vorstellen kannst, Du seiest ein Mensch, der genüßlich in eine reife, saftige, duftende, knallgelbe Zitrone beißt – tu mal so, als ob, jetzt! – dann passiert was? Siehst Du 😉

Wenn Du einen Film siehst, der Dich zu Tränen rührt oder Dich vor Angst angespannt sein lässt, ist das nichts anderes. Denn Du siehst ja nur einen Film, das ist keine Realität. Und doch hält es Dein Unterbewusstsein für real, und Du weinst. Du tust so, als ob.

Und das kannst Du nutzen. Für Dich, Deine Ziele, Deine Vorhaben, Dein Weiterkommen. Großartig, oder?! Tu einfach wie ein Mensch, der seine Vorsätze umgesetzt hat! Tu es wieder und wieder. Das hat zwei Effekte.

  • Du fühlst Dich besser und bist nicht frustriert, weil Du es "wieder mal nicht geschafft hast". Denn Du tust es ja dauernd 🙂 .
  • Die Wahrscheinlichkeit nimmt zu, dass Du tatsächlich am Ende des Jahres lauter Haken hinter Deine guten Vorsätze machen kannst. Einfach, weil sich durch diese kleine Gedankenänderung eine Gewohnheit etablieren kann. Steter Tropfen höhlt den Stein 🙂

Fang doch jetzt gleich damit an!

Bin ich ein hochsensibler Mensch? Fragen über Fragen

Bei der Beschäftigung mit dem Thema Hochsensibilität, kommt man sehr schnell dahin, sich zu fragen, ob man "auch so einer" ist, oder ob der Mensch, den man vor Augen hat, "so einer" ist. Es gibt hier eine Reihe spezieller Fragen, die Hinweise darauf geben können.

©-HaywireMedia-Fotolia.com_.jpg

Im Internet findet man mittlerweile Tests (z.B unter www.zartbesaitet.net) und Fragenkataloge dazu (z.B. bei Ulrike Hensel). Für meine eigenen Info-Veranstaltungen zum Thema habe ich mir selbst eine Liste mit Fragen zusammengestellt. Dielese ich den Teilnehmern dann vor, um ihnen ein Gefühl dafür zu geben, worum es geht. Diese Fragen-Liste möchte ich Euch heute zur Verfügung stellen. Klicke hier:  HSP_Fragen_Webinar , um Dir das PDF herunter zu laden.

Wie gesagt, gibt die Beantwortung der Fragen einen Hinweis, keinesfalls kann das Ergebnis als eine Art "Diagnose" gewertet werden.

Viel Spaß beim Herausfinden 🙂 .

Und wenn Du Dich nun zugehörig fühlst zu der Gruppe der HSP? Dann hast Du folgende Möglichkeiten:

  • Fein, wieder was gelernt, nächstes Thema 🙂
  • Du willst mehr darüber wissen, dann kannst Du Dich informieren, z.B. unter www.zartbesaitet.net oder www.hochsensibel.org. Oder Du liest ein Buch, wie z.B. "Mit viel Feingefühl" von Ulrike Hensel oder "Wenn die Haut zu dünn ist" von Rolf Sellin. Beide kann ich empfehlen.
  • Du möchtest über neue Beiträge und Tips von mir zum Thema HSP informiert werden? Dann melde Dich unverbindlich zu meinem Neuigkeiten-Brief an, direkt unter diesem Beitrag oder rechts in der Seitenleiste (jederzeit kündbar mit einem Klick).
  • Hast Du direkt Handlungsbedarf, dann schick mir eine Email oder ruf mich an unter 04793-95 50 57. Wir bespechen dann, was Dein nächster Schritt sein könnte.

 

Stressfreie Gesprächskultur – der Redestab

Ein Streit bricht aus – Stress pur!

Neulich saß ich mit Freunden zusammen. Es war eine gemütliche Runde, bis, ja bis mit einem Mal ein Thema auf den Tisch kam, das die Gemüter hochkochen ließ. Manchmal passiert so etwas, ungewollt, ungeplant, unbeabsichtigt.

Es wurde lauter und lauter am Tisch, Redebeiträge flogen hin und her. Nicht gerade angenehm, denn es wurde auch sehr persönlich, was eigentlich mit der Sache an sich gar nichts zu tun hatte. Sicherlich kennst du solche Situationen?!

Mich setzte diese Art der Auseinandersetzung sehr unter Stress, obwohl ich gar nicht der Hauptakteur war. Auch die anderen ließ es sichtlich nicht kalt. Mir fällt es als HSP  zusätzlich noch schwer, so einen brodelnden Emotions-Kessel auszuhalten. Außerdem komme ich in solchen Runden fast nicht zu Wort, weil ich selber nicht so heftig werden will.

Später am Abend

einigten wir uns, den Streit zu beenden, um friedlich auseinandergehen zu können. Was ja gut ist. Ich war jedoch völlig erschöpft, verspannt und am Ende meiner Kräfte. Zudem hatte ich das Gefühl, dass es überhaupt kein Ergebnis gegeben hatte. Es war ein Schlagabtausch, jede Seite hatte ausgespuckt, was sie für wichtig hielt (und noch mehr), aber wir kamen nicht wirklich auf den Punkt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich selber gar nicht sagen konnte, was ich dachte und fühlte. Ich kam in der hitzigen Diskussion einfach nicht dazu. Beides hinterließ einen schalen Nachgeschmack bei mir. Weiterlesen

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Heute kommt *tataaaa* die letzte unserer Regeln in dieser Serie! Sie ist nicht so lang, denn mittlerweile, nach 13 Wochen, bist du sicherlich ein Stress-Profi!

Regel #13: Bewerte alles, was geschieht! Und zwar möglichst negativ!

Die meisten unserer (spontanen) Bewertungen sind subjektiver Natur. Das heißt, sie kommen durch dein ganz persönliches Wertesystem zustande. Andere Menschen würden die Situationen vielleicht ganz anders sehen und anders reagieren.  Je nachdrücklicher du allerdings bewertest, desto objektiver erscheint dir das Ganze. Das ist gut, denn so glaubst du, dass es ja gar nicht anders sein kann. Und schwupp – bist du schon im Ärger-Frust-Aufreg-Kampf-Stress-Modus.

“Nicht die Dinge an sich, sondern unsere Sichtweise auf die Dinge ist das, was uns beunruhigt”.  Epiktet, griechischer Philosoph

Wie profitierst du von der Regel Nummer 13?

Stell dir vor, du stehst kurz vor Ladenschluss an der Kasse im Supermarkt. Du kaufst nur eine Kleinigkeit, und bezahlst mit einem großen Schein. Daraufhin sagt die Kassiererin sichtlich genervt zu Dir: „Haben Sie es nicht kleiner???“ Nun kommt dein großer innerer Bewertungsauftritt. Sofort solltest du Dinge denken wie: „Ist die blöd? So was unfreundliches! Die spinnt wohl, das gehört sich nicht! Oder findet sie mich etwa doof?“ Noch wirkungsvoller wird es, wenn du diese Gedanken dann auch noch ihr gegenüber aussprichst. Da geht das Adrenalin hoch! Stresshormone pur! Und nimm diese Gedanken auch mit nach Hause, hänge dich den ganzen Abend daran auf! Lasse auch deine Familie, deine Freunde daran teilhaben!

Weitere Beispiele für spontane Bewertungen können sein:

  • Der Nachbar läuft mit dem Laubsauger durch die Gegend?“ Das ist total unverschämt! Das geht gar nicht, dass er solchen Lärm macht! Die Dinger müssten verboten werden!“
  • Jemand schneidet dich im Straßenverkehr? „Das ist ja wohl das Letzte! Unmöglich! Unhöflich! Armleuchter! Niemand außer mir kann offensichtlich Auto fahren!“
  • Ein Kollege lästert über dich? „Unglaublich! Gerade der! Was plustert der sich eigentlich auf? Der hat’s wohl nötig! Dem werde ich was erzählen!“ Oder: „Da kann ja was an mir nicht stimmen, wenn Leute über mich reden, die haben sicherlich recht, dass sie mich doof finden.“
  • Es regnet? „Totales Sch…Wetter! Da muss man doch schlechte Laune kriegen!“
  • Die Sonne scheint? „Es ist viel zu warm! Wozu habe ich geduscht, wenn ich jetzt schon wieder schwitzen muss? Und überhaupt, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Sonnenbrille mitgenommen, aber so?!“

Du siehst, der Alltag hält eine Menge Gelegenheiten bereit, wo du etwas bewerten und damit deinen Stresspegel in die Höhe treiben kannst. Und je weniger rational deine Gedanken zu einer Sache sind, umso besser. Denn dann entwickeln sie noch viel eher ein Eigenleben in dir, das in die Stress-Spirale führt.

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Wenn du ohne Bewertungen (naja, oder wenigstens mit weniger negativen Bewertungen) durchs Leben gehst, kann dir das eine Form von Gelassenheit geben. Und Gelassenheit, wie auch innere Ruhe, sind nun enorme Stress-Killer. Also der Feind eines jeden Stress-Jüngers!

Weiterlesen

Regel #12: Die Meinung anderer über dich sei dein Maßstab!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Wie gewohnt, kommt heute wieder am Donnerstag eine neue Regel. Es ist die vorletzte in dieser Serie, und sie heißt :

Regel #12: Die Meinung anderer über dich sei dein Maßstab!

Unsere heutige Regel passt ein bisschen zur Regel Nummer 1 "Mach es allen recht!". Bei der Regel ging es jedoch hauptsächlich ums Tun. Heute geht es mehr um dein Denken und das, was daraus dann folgt.

Wie profitierst du von der Regel #12?

“Die Hölle, das sind die anderen.” – J.P. Sartre (“Geschlossene Gesellschaft”)

Es ist wichtig, was die anderen über dich denken und sagen. Deshalb solltest du dir auch immer Feedback einholen, und dich dann nach der Meinung der anderen richten!

Wenn du Angst vor deren Ablehnung oder Kritik hast, dann fühlst du dich ihnen ausgeliefert. Du fühlst dich gut, wenn das Feedback gut ist, und miserabel, wenn die Meinung eine ablehnende ist. Dieses Gefühl von Ausgeliefertsein ist sehr unangenehm, und es wird dich in deinem Verhalten und in deinen Entscheidungen hemmen.

Letzten Endes führt es dazu, dass du gar nicht mehr Nein sagen kannst, dass du deine Wünsche nicht

Weiterlesen

Regel #11: Verplane all deine Zeit!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Einen Tag später als gewohnt, meldet sich mein Kollege und Mitarbeiter Coyote heute bei Euch. Das liegt daran, dass nicht immer alles so nach Plan läuft, wie wir das gerne hätten… Was uns auch gleich direkt zur heutigen Regel führt wink :

Regel #11: Verplane all deine Zeit!

Verplane all deine Zeit!

Die Regel Nummer 11 folgt einem Zitat von Lucius A. Seneca, der da sagte:

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Im Bereich Zeitmanagement (also die Lehre davon, wie man mit seiner Zeit sinnvoll umgehen kann) gibt es ja viele tolle Methoden und Sprüche. Zum Beispiel „Jede Aufgabe braucht die Zeit, die man ihr gibt“, das Pareto-Prinzip, Puffer schaffen usw.

Das ist toll, denn als wahrer Anhänger der gelungenen Stressbeschaffung kannst du nun hingehen, und deine eigene Vorgehensweise daraus ableiten.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 11?

Das eigentlich Wichtigste ist: verplane den ganzen Tag mit Terminen und Aufgaben. Dann wirst du viele davon nicht oder nicht vollständig oder nicht gut erledigen können, das liegt in der Natur der Sache. Alleine das Hetzen von Termin zu Termin und von Aufgabe zu Aufgabe bringt dich schon in Wallung. Und wenn du nie das schaffst, was du dir vorgenommen hast, demotiviert dich das auch noch zusätzlich. Ein schöner Stressfaktor!

Hinzu kommt: nimmst du dir immer zu viel vor und verplanst damit alle deine Zeit, wirst und bleibst du unflexibel. Das stresst dich und in der Folge auch andere. Die werden dir dann dankbar sein wink .

Es gibt im Zeitmanagement den irrwitzigen Rat, man solle nur rund 50 – 60% seiner Zeit einplanen. Die restliche Zeit soll als Puffer für unvorhergesehene Dinge dienen, den Plausch mit dem hereinplatzenden Kollegen, die unerwartete Beschwerde des Kunden, den Computerabsturz. Aber ehrlich gesagt: Puffer sind doch was für Weicheier. Also: plane keine Puffer ein!

Bei der Planung deiner Zeit solltest du auch beachten, dass du keine Prioritäten setzt.

Weiterlesen

Regel #10: Gib deine Eigenverantwortung ab!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

Die heutige Regel beschäftigt sich mit der Frage, was Stress mit Verantwortung zu tun hat.

Regel #10: Gib deine Eigenverantwortung ab!

Du hast heute schlechte Laune, weil dein Partner dich angemault hat? Du hast auf der Arbeit Fehler gemacht, weil dein Chef ein mieser Hund ist? Dein Feierabend ist gelaufen, weil die Kassiererin so unfreundlich war? Du hast Geld verloren, weil du auf einen Freund gehört hast?

Wenn du so denkst und tickst, bist du schon gut gewappnet für Regel Nummer 10 und auf einem guten Weg, dem Stress in deinem Leben einen festen Platz zu geben.

Wie profitierst du von der Regel Nummer 10?

Indem du deine Eigenverantwortung abgibst, begibst du dich ganz schnell in die Rolle eines Opfers. Des Opfers deiner Umstände, deiner Vergangenheit, deiner Mitmenschen. Super! Denn in diesem Moment bist du hilflos, weil du deine Macht abgibst, und das versetzt dein Körpersystem in Alarmbereitschaft. Was nichts anderes bedeutet als: Stress!

Du!

 

Denke möglichst oft: ich muss das ja tun, denn XXX (hier die Personen deiner Wahl eintragen) will das so. Und denke möglichst oft: ich kann ja gar nicht anders handeln/denken/fühlen, denn DIE UMSTÄNDE (hier eintragen, was für dich passt) zwingen mich. Noch besser klappt es, wenn du denkst (und sagst) „MAN muss das tun, MAN kann ja nicht anders…“ Je allgemeiner formuliert, umso weniger Verantwortung trägst du! Und je mehr große und kleine Entschuldigungen du findest, umso besser!

Hast du bereits Stress-Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe, dauernde Kopfschmerzen, Magenprobleme und anderes? Die kannst du gut verstärken! Mach dir klar, dass du dafür nichts kannst. Weiß man doch, dass die Belastung von uns allen ständig zunimmt! Und dann noch diese blöden Kollegen, wenn die nicht immer… müsstest du auch nicht… Vielleicht trinkst du zu viel jeden Abend, aber was sollst du denn machen, wenn alle immer was von dir wollen? Da muss man ja auch mal Abstand zu bekommen! Und dann geh zum Arzt, der weiß Bescheid und wird dir schon die richtige Pille geben. Und wenn die nichts nützt? Naja, du hast halt besonders schwere Umstände. Kannst du ja nichts für!

Gut funktioniert auch, die Vergangenheit verantwortlich zu machen.

Weiterlesen

Regel #9: Halte hartnäckig an alten Gewohnheiten fest!

aus: Artikelreihe: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen!

So, heute kommt eine weitere Regel, die, konsequent angewendet, eine Garantie für Stress ist ;-). 

Regel #9: Halte hartnäckig an alten Gewohnheiten fest!

Viele Dinge, die wir uns im Laufe des Lebens angewöhnt haben, bereiten uns Stress. Auch wenn wir das, weil wir sie ja so gewöhnt sind, gar nicht mehr merken. Wenn du solche Gewohnheiten an dir entdeckst, bist du schon auf einem guten Weg zu einem hohen Stressniveau und womöglich auf gerader Strecke in einen Burnout. Halte unbedingt an deinen alten, Stress bringenden Gewohnheiten fest, denn Veränderung könnte der Tod von Anstrengung und Stress sein! Frei nach dem Motto: „Das habe ich doch schon immer so gemacht. Warum sollte ich es ändern?“

Wie profitierst du von der Regel Nummer 9?

Gewohnheiten sind Abläufe im Handeln, Denken und Fühlen, die zur Routine geworden sind. Die also ablaufen, ohne dass wir darüber nachdenken (müssen). Richtig gute Stress-Gewohnheiten können sein:

  • Unruhiger Tagesbeginn. Also morgens zig-mal auf den Wecker hauen, in letzter Minute gequält aufstehen, unter die Dusche springen, etwas überwerfen, im Stehen den Kaffee runterschütten (möglichst mit Mund verbrennen) und ab durch den längst überfüllten Verkehr ins Büro.
  • Viel und ungefiltert fernsehen. Nach einem langen Tag haust du dich auf die Couch und siehst genüsslich fern. Dabei ist es gut, dass 90% aller gesendeten Nachrichten schlechte Nachrichten sind, und dass in den meisten Filmen geschossen, getötet, erniedrigt und verletzt wird. Da unser Unterbewusstsein nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheidet, glaubt es, selbst im Krisengebiet zu sein, sich in Gefahr zu befinden, Angst haben zu müssen usw. Und dein Körper reagiert mit entsprechenden Stress-Symptomen.
  • Zeitungen und Radio hören können übrigens den gleichen Zweck erfüllen, wenn du entsprechend auswählst! Beziehungsweise nicht auswählst, sondern dich einfach berieseln lässt.
  • Wenig Bewegung. Mit Bewegung könnten wir unseren Körper dazu bringen, Stresshormone abzubauen. Nichts, was wir wollen!
  • Immer zu spät schlafen gehen. Schlafmangel führt auf Dauer dazu, dass weder dein Körper noch dein Geist sich regenerieren können. Und das macht – richtig! Stress.
  • Vergiss die Pausen. Pausen sind für Weicheier. Wer braucht schon Entspannung und Ablenkung, wenn er auch im Dauerstress sein kann?!
  • Ungefähr 50 Mal am Tag die Emails abrufen. So unterbrichst du ständig deine Arbeitsabläufe, lenkst dich ab, bekommst nichts richtig fertig. Das alles zusammen lässt dich am Ende des Arbeitstages richtig schön gestresst fühlen.
  • Unangenehme Aufgaben aufschieben. Dann begleitet dich ständig das Gefühl, sie noch erledigen zu müssen. Wunderbar anstrengend!
  • Immer die gleichen – destruktiven – Gedanken denken. Reagiere immer wieder mit Ärger auf bestimmte Verhaltensweisen deiner Mitmenschen, sieh möglichst oft schwarz, habe Angst vor der Zukunft und so weiter. So kannst du deinen Stresspegel dauerhaft hoch halten.
  • Die vorhergehenden Regeln 1-8 einhalten 😉

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Auf keinen Fall solltest du deine Gewohnheiten ersetzen! Zum Beispiel durch:

Weiterlesen