Archiv der Kategorie: Prävention

Advent – Zeit der Besinnlichkeit. Oder doch nicht?

Wenn es draußen dunkel wird

Schnecke im AdventAm Sonntag brennt die dritte Kerze. Nicht mehr lange, dann erwachen wir am kürzesten Tag des Jahres, erleben die längste Nacht, die Wintersonnenwende. Draußen, in der Natur, ist diese Zeit eine Zeit des Rückzugs, des Kräftesammelns, des Samenreifens im Verborgenen. Es gibt viel weniger bunte Farben, weniger starke Gerüche, weniger Geräusche. Aus dieser Dunkelheit wird das Licht geboren.

Und das ist es ja eigentlich, was wir feiern in dieser Zeit, dass das Licht wiederkommt. Dass die Tage länger werden und wir Hoffnung haben, dass der Winter, hat er auch gerade erst begonnen, vergehen wird.

Und was tun wir in dieser Zeit?

Leider ist diese Zeit der größten Dunkelheit und der tiefsten Stille in der Natur für uns Menschen oft die hektischste und betriebsamste Zeit im Jahr. Alles muss noch schnell unter Dach und Fach gebracht werden, Jahresabschlüsse sollen getätigt, Weihnachtsfeiern gefeiert und die letzten Geschenke gekauft werden. Auch die Planung fürs kommende Jahr soll stehen. Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit im ganzen Jahr für den Einzelhandel. Da kann man sich lebhaft vorstellen (und miterleben), was in den Geschäften und hinter den Kulissen los ist. Überstunden werden geschoben, Hektik wird verbreitet.

Statt unsere Sinne zur Ruhe kommen zu lassen, begeben wir uns auf laute Weihnachtsmärkte, beschallen unsere Ohren mit beständigem Gedudel aus Kaufhaus-Lautsprechern, betören unsere Nasen mit vielfältigsten Gerüchen nach Glühwein und Naschkram. Unsere Augen baden in grellem Licht der Weihnachts-Lichter-Deko, eine heller und blinkiger als die andere. Puh, das ist Stress für unsere Sinne! Weiterlesen

Nebelwiese

Was tun bei November-Blues? -Update-

Der nächste November kommt bestimmt 😉

Ich liebe ja den November. Vielleicht, weil ich selbst ein November-Kind bin? Egal, jedenfalls mag ich den Geruch von modernden Blättern, ich mag den Nebel und ich mag es, wenn ich reingehen und Kerzen anzünden kann 🙂

Nebelwiese

Kühe im Herbstnebel

Viele Menschen überkommt jedoch schon beim Gedanken an die Herbst – und Wintermonate ein leichtes Gruseln, der November-Blues, und man hört Sätze wie: da bin ich eigentlich immer schlecht drauf, das macht doch depressiv, im Winter werde ich immer dick, man kann gar nicht mehr rausgehen usw. usf. Bestimmt kennst du auch solche Leute und könntest die Liste noch verlängern!

Und tatsächlich nehmen depressive Verstimmungen in diesen Monaten zu. (Allerdings: die Rate der Selbsttötungen ist in den Monaten Mai und Juni am höchsten!) Dabei gibt es einiges, was wir tun können, um diese Zeit des natürlichen Rückzugs genussvoll zu erleben und nicht nur zu überstehen.

Im folgenden habe ich ein paar Tipps für dich.

Warum machen wir es uns eigentlich selber so schwer?

Herbst und Winter kommen und ziehen wieder weiter, genau wie Frühling und Sommer. Das können wir sowieso nicht ändern. Und natürlich brauche ich im Winter mehr Schichten an Kleidung als im Sommer, was auch unpraktisch sein und nerven kann. (Dafür gibt’s im Sommer Mücken, die nerven auch 😉 ) Es gibt weniger Stunden Tageslicht, da beisst die Maus keinen Faden ab. Aber was du sehr wohl ändern kannst, ist deine Haltung dazu. Die sich wiederum auf deine Grundstimmung auswirkt.

Hingabe an das, was ist

Mein Tipp: Gib dich der Jahreszeit hin! Genieß die Qualitäten des Herbstes. Freu dich an deinem Bedürfnis nach Kerzen, heissen Teetassen und warmen Socken. Gehe, wetterfest verpackt, viel nach draussen, nutze jede Gelegenheit dazu. Auch wenn wir die Sonne nicht sehen können, weil der Himmel wolkenverhangen ist, erreicht uns ihre wohltuende Strahlung. Wer sich im Tageslicht aufhält, produziert z.B. lebensnotwendiges Vitamin D und das „Glückshormon“ Serotonin.

Farbenspiele für Gute Laune

Es ist alles grau in grau? Macht doch nichts! Geh bewusst im Grau umher und entdecke, welche verschiedenen Grautöne es alles gibt. Gib ihnen Namen: mausgrau, steingrau… An einem anderen Tag könntest du bewusst alle anderen Farben, die noch so da sind, erforschen. Wer entdeckt ein Rot, ein Blau, ein Gelb, ein Grün?

Herbstlaub

verschiedene Laubfarben

Alles ist nebelig-trüb? Egal! Auch Nebel ist ein Wetter, das sich zu erfahren lohnt. Spür doch mal die Feuchtigkeit auf deiner Haut. Wie schmeckt der Nebel? Welche Geräusche kannst du hören? Nebelgeräusche klingen anders als Sonnengeräusche!

Mit den Hühnern ins Bett?

In Herbst und Winter hat die Natur einen anderen Lebensrhythmus. Und auch wir Menschen als Teil der Natur sind davon nicht frei (auch wenn wir in unserer Gesellschaft gern so tun, als ob). Wir werden schneller müde, sind nicht so (oder sollte man sagen: anders als) leistungsfähig wie im Sommer.

Mein Tipp: Versuch doch mal, dem Rhythmus deines Körpers nachzuspüren und deinen Tagesplan, soweit möglich, entsprechend umzustellen. Geh abends früher ins Bett, schlaf morgens länger. Leider behält unser gesellschaftliches Leben seinen Rhythmus übers Jahr stur bei, so dass es nicht so einfach ist, sich dort auszuklinken. Wenn du es ab und zu schaffst, hast du auch eine Menge für deine Entspannungsbilanz getan!

Kräftig und deftig

Unser Körper verlangt jetzt verstärkt nach „süß und fettig“, um sich Energiepolster anzulegen. Das war in der Steinzeit sinnvoll, wenn Nahrung und Wärme wirklich knapp waren. Heute verschafft es uns Winterspeck, und im Frühjahr freuen sich darüber alle Magazine, die neue „Bikini-Diäten“ anpreisen.

Mein Tipp: Gönn dir entsprechende Speisen – mit Bedacht und in Maßen.

Wie ist es bei dir, magst du den November? Gibt es Dinge, die du in dieser Zeit besonders gerne tust? Lass es mich wissen in den Kommentaren!

Und dann noch dies:

proDieser Text ist ein weiterer Beitrag zum Blogmomentum von Markus Cerenak. Es geht bei dieser Aufgabe um die verschiedenen Wiederverwendungsmöglichkeiten von Blogartikeln, um dir, liebe Leserin, lieber Leser, vielfältige Inhalte zu bieten. Im ersten Schritt sollten dafür alle Artikel, die man schon mal veröffentlicht hat, an einer Stelle gesammelt werden. Das habe ich in Fleißarbeit und in Evernote getan (auch etwas für trübe Herbsttage, hehe) und bin dabei über diesen Artikel gestolpert. Er stammte aus dem Jahr 2011, oho! Weil der Inhalt  in jedem Jahr wieder aktuell ist, habe ich ihn genommen, ein bisschen aufgehübscht (z.B. habe ich damals noch gesiezt 🙂 ) et voilà: ein schicker neuer Artikel ist für dich entstanden 🙂  (neudeutsch: Update). Zusätzlich habe ich noch einen Teil des Textes genutzt, um einen Facebook-Post daraus zu erstellen.  Ich freue mich über dein Like an der Stelle 🙂

Da die dunklen Monate ja erst anfangen, darfst du gespannt sein, was ich noch alles aus den Blogartikeln für dich herausholen werde. Vielleicht ein weiteres Ebook, vielleicht eine weitere Artikelserie, ein ganzer Kurs wie der zum Kraftplatz oder oder oder. Dank Markus habe ich eine Reihe neuer Ideen 🙂

Kassensturz im Blog

Wieso Kassensturz?

Einen Kassensturz macht man, um zu sehen, was eigentlich reingekommen ist nach einer bestimmten Zeit, oder auch, was übrig geblieben ist. Was hat das Bitteschön mit (m)einem Blog zu tun?

Schon länger habe ich vor, meinem vor sich hin dümpelnden Blog neues Leben einzuhauchen. Immer wieder verlor ich in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen den Faden. Einen guten Anfang habe ich mit der Buchrezension gemacht, und nun soll es auch weitergehen. Da kommt mir das BLOGMOMENTUM von Markus Cerenak gerade recht.
pro

Über drei Wochen hinweg gibt er den Teilnehmern verschiedene Aufgaben rund um die Bloggerei. Und Markus ist echt ein Guter, was Bloggen angeht! Hieran öffentlich teilzunehmen ist eine gute Selbstverpflichtung, um dranzubleiben 😃.
Darum mache ich jetzt also einen Kassensturz, als erste Aufgabe im BLOGMOMENTUM. Los geht’s.

Welchen Nutzen hat mein Blog für dich als Leserin und Leser?

Du findest auf meinen Seiten eine Menge Geschichten, Tipps und Tricks rund um die Themen Stress und Burnout, Hochsensibilität und Naturarbeit. Diese unterstützen dich darin, zum Beispiel gelassener im Alltag zu werden. Vielleicht entdeckst du Hinweise für deine eigene Hochsensibilität und wie Du damit auf eine kraftvolle Weise umgehen kannst. Und du bekommst Anregungen, wie du die Kraft und Symbolik der Natur in deinem Leben nutzen kannst.

Kernaussagen?

Ich glaube, dass jeder Mensch eine Selbstverantwortung hat. Wenn jeder gut für sich selbst sorgt, ist für alle gesorgt. Und ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch das Recht hat, das Leben seiner Träume zu leben.

Mein Satz für den Fahrstuhl – in wenigen Worten gesagt, was ich tue

Ich unterstütze hochsensible Frauen darin, in ihre Kraft zu kommen, um aus dem Vollen zu schöpfen und Business und Alltag mit Freude auf ihre ganz eigene Art zu leben. Ohne dabei auszubrennen oder sich selbst zu verlieren.

Mein Warum – früher und heute

Ich möchte dazu beitragen, dass die Welt ein Ort wird, auf dem alle Menschen mit Freude, friedlich und mit all ihrer Power ihre Talente leben können. Eine Welt, in der Menschen ihre eigene Natur wieder erkennen. Eine Welt, in der Arbeit menschengerecht ist statt maschinengerecht. Wenn jeder aus seinem Herzen und seiner wahren Natur heraus lebt, ist kein Platz mehr für Terror, Krieg und Naturzerstörung. Dieses Warum hat sich im Grunde in all den Jahren, die ich meinen Blog betreibe, nicht geändert.

Was hat bisher gut funktioniert auf dem Blog? Was nicht so gut?

Immernoch viel gelesen wird meine Artikelserie „13 Regeln, sich richtig gut Stress zu machen“. Videos werden auch immer gern gesehen. Wenn ich regelmäßig schreibe, habe ich auch regelmäßig Leser. Im Umkehrschluss funktioniert es nicht, große zeitliche Lücken zwischen den Artikeln zu haben oder auch, Artikel einfach mal so raus zu hauen. Und, womit ich auch schon bei der letzten Frage von Markus wäre, ich mache nichts, weil ich denke, ich müsste das tun. Keine großen Challenges, Blogparaden, Interviewserien oder dergleichen mehr. Vielleicht ist das auch ein bisschen wenig Abwechslung? Das kannst nur du als Leserin, als Leser mir sagen.

Also meine Frage nun an dich, nachdem ich Kassensturz auf dem Blog gemacht habe:

Was wünschst du dir mehr auf meinem Blog? Was würdest du gerne lesen, sehen, hören? Schreib es mir in die Kommentare hinein!

Ein tolles Buch zum Thema Hochsensibilität – Rezension

Buch zur Hochsensibilität

Buch von Sabine Dinkel

Sabine Dinkel ist mit „Hochsensibel durch den Tag“ ein meiner Meinung nach sehr praxisnahes, persönliches und gleichzeitig professionelles Buch zum Thema Hochsensibilität gelungen.

Schon der Einband lässt mich hingucken und löst den Drang aus, es unbedingt anfassen zu wollen. In beruhigendem Blau gehalten sind die Überschriften, „Zwischenrufe“, Zitate und Merkboxen. Auch die eine oder andere Zeichnung schleicht sich ein, sehr klar erkennbar aus der Feder der Autorin.

Unterschied Normalsensibel - Hochsensibel

Bildbeispiel aus dem Buch von Sabine Dinkel

Sabine Dinkel lässt den theoretischen Überbau mit wissenschaftlichen Erklärungen usw. fast komplett weg und verweist stattdessen auf die entsprechende Literatur. Dies gefällt mir sehr gut, da ich mich so gleich in die Praxis stürzen kann. Die Tipps und Tricks kann ich auch nutzen, ohne dass es mir wissenschaftlich erklärt wird.

Das Buch ist eingeteilt in verschiedene Lebensbereiche wie Arbeitsplatz, Bekanntschaften, Partnerschaft oder auch Arztbesuch (für mich ein besonders erhellendes Kapitel). Es gibt eine Beschreibung der besonderen Herausforderungen für HSP, dann Tipps und Tricks für Prophylaxe. Und, was ich besonders gelungen finde: einen Notfallplan, wenn man schon mittendrin steckt.

Ein Kapitel befasst sich mit dem Umgang und dem wichtigen gegenseitigen Verständnis von Hochsensiblen und Normalsensiblen miteinander; ein weiteres Kapitel beleuchtet allgemeine Dinge, die man tun kann, um Energie zu tanken und sich wohl zu fühlen. Nicht alle sind mir neu, aber oft hilft ja ein wiederholter Hinweis, sie auch tatsächlich anzuwenden 🙂 .

Das ganze Buch kommt sehr humorvoll und geerdet daher, mit einem klaren Schwerpunkt auf Selbstfürsorge. Ein Highlight für mich ist die Sache mit der Feierabendseife, so einfach und so wirkungsvoll 🙂 .

Ich glaube, dass jeder HSP sich hier wiederfindet und wertvolle Informationen aus dem Buch mitnehmen kann. Mir jedenfalls geht es so, dass ich eine Menge Anregungen selbst anwende und auch meinen Klienten weitergebe. Oder ich empfehle ihnen gleich das ganze Buch 😉 .

Klare Kauf- und Leseempfehlung!

Wo tankst Du regelmäßig Kraft?

Entspannung und Kreativität in der Natur finden

Gerade für sehr empfindsame und hochsensible Menschen ist die Begegnung mit Natur enorm Stress abbauend und Kraft schenkend.

Eine gute Methode, Naturbegegnung regelmäßig und gezielt in seinen Alltag einzubauen, ist, sich seinen eigenen Kraftplatz zu suchen. In diesem kurzen Video (1 Min 15) zeige ich Dir einen der Plätze, die ich gern aufsuche.

Schreib doch unten in die Kommentare, welches Dein ganz spezieller Platz zum Auftanken ist 🙂

Ein ungebetener Gast

oder: wie ich mit einer verhassten Bekannten umging

Was für eine herrliche Frühlingssonne! Ich sitze tatsächlich mal wieder draußen und schreibe diesen Blogartikel für dich. Entspannt und motiviert. Entspannt wie schon lange nicht mehr. Denn die letzten Wochen waren echt Hardcore für mich „Sensibelchen“.

Zu viel gearbeitet, zu viele Menschen um mich herum, zu viele Sorgen im Kopf, zu viele ToDos auf der Liste. Und vor allem: zu wenig Selbstfürsorge. Ich habe gepowert und durchgehalten bis zum Anschlag. Und habe kleine Anzeichen von Überreizung abgetan und ausgeblendet. Denn ich wollte ja immer „erst noch“ …

Bis SIE vor der Tür stand. Meine altvertraute, ungeliebte, verhasste Bekannte. Die Panikattacke. Wieder und wieder klopfte sie an, richtig penetrant. Mit diesem gruseligen Gefühl von Unwirklichkeit in mir. Mit so einem Kribbeln im Körper, das ich leicht fehlinterpretieren kann. Angst, was wohl mit mir los sein könnte. Panik, einfach umzukippen mitten in der Veranstaltung, bei einer wichtigen Besprechung oder während des Einkaufens.

© HaywireMedia - Fotolia.com

© HaywireMedia – Fotolia.com

Laut und deutlich sagte sie mir: „Es reicht! Sieh zu, dass du wieder zu dir kommst!“ Blöd, dass sie so brüllen muss, bevor ich tatsächlich innehalte. Wie mein Papa früher sagte: „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

Dinge, die (auch dir?) helfen

Nach überstandener Attacke mache ich mir bewusst, dass sie „nur“ aufgetaucht ist, weil mein Maß mal wieder voll ist. Akut gehe ich dann aus der Situation raus, um wieder zu mir zu kommen. Aber mir ist auch klar, dass ich (wieder mal) langfristig etwas ändern muss.

So kann ich im ersten Schritt die Außenreize so weit wie möglich runterfahren. Weniger Veranstaltungen besuchen, weniger Menschen treffen, weniger Internet und ähnliche Medien. Mut zum Neinsagen, auch wenn es schwer fällt.

Mich dann auf meine Ressourcen besinnen, auf das, was ich kann und was sich schon bewährt hat. Zum Beispiel genug Wasser trinken. Das vergisst sich leicht, wenn man unter Strom steht. Wusstest du, dass Flüssigkeitsmangel im Gehirn ähnliche Symptome hervorrufen kann wie eine Panikattacke???
Pausen machen, und zwar echte Pausen. Nicht noch schnell die Mails checken, während ich auf meinem Brot kaue.
Meditieren. Ich weiß ja aus Erfahrung, dass mich regelmäßige Meditation innerlich ruhig und gelassener werden lässt. Wobei die Betonung klar auf „regelmäßig“ liegt. Meditieren mitten in einer Panikattacke? Klappt nicht.
Mich wieder bewusst bewegen, Sport machen. Um Stresshormone im Körper abzubauen.
Für genügend erholsamen Schlaf sorgen.
Autogenes Training
, das ich immer wieder „vergesse“, wenn alles gut läuft.

Auszeit

© drubig-photo – Fotolia.com

Das alles sind keine neuen Erfindungen oder Erkenntnisse. Vielleicht dachtest du beim Lesen: „Wie langweilig, das weiß ich doch alles schon.“ „Eigentlich“ wissen wir doch alle, was „man“ tun sollte. Und doch braucht es manchmal einen inneren Aufrüttler, um das Wissen tatsächlich auch (wieder) anzuwenden. Ins TUN kommen, das Wissen umsetzten, regelmäßig und konsequent, das ist der Schlüssel.

Die Panikattacke ist (bei mir) ein „ausgezeichnetes“ inneres Stressbarometer. Sie springt sehr zuverlässig an, wenn ich meine Balance zu lange vernachlässige. Wenn ich zu lange zu viele Reize auf mich einprasseln lasse (innere wie äußere), ohne mir genug Zeit zu nehmen, sie auch zu verarbeiten. Angenehm ist diese Bekannte nicht. Gerne möchte ich auf ihren Besuch verzichten. Einfach, indem ich dauerhaft gut genug für mich selber sorge. Ich arbeite daran.

Und jetzt gehe ich meditieren 🙂

Petra Vorname

P.S. Was ist dein persönliches Stressbarometer? Woran merkst du sehr zuverlässig, dass es reicht? Und was tust du dann?

P.P.S. Im übrigen: es ist Dein Leben!

Kopfkino vom Feinsten – Stress pur

Hast Du auch manchmal ein Schlechtes-Kopfkino-Thema?

Mit Kopfkino meine ich in diesem Fall all die Filme, mit denen wir uns selber Stress bereiten, wenn wir sie in unserem Kopf abspulen. Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Rachegelüste…

Mein Kopfkino, das ich im Moment mit mir rumtrage, geht so.

Ich buche einen Workshop. Die Thematik ist toll, und die Referentin wollte ich schon immer mal persönlich kennenlernen. Ich werde nicht umhin kommen, mich in den drei Tagen auch zu zeigen, vor ihr und den anderen Teilnehmern, auf eine mir eher ungewohnte Art. Das ist eine mächtige Herausforderung! Aber ich freu mich drauf. (Ab und zu mal die Komfortzone verlassen! 🙂 )

Durch Zufall erfahre ich, dass vermutlich eine Person teilnimmt, mit der für mich nicht gut Kirschen essen ist. Im Alltag ignorieren wir uns mittlerweile. Ich nenne diese Person hier mal "Erdmännchen". (Was keinesfalls wertend gemeint ist, sondern nur als Platzhalter dient.)

Es kann also sein, dass Erdmännchen auch an diesem Workshop teilnimmt. Kaum ist diese Erkenntnis in die bewussteren Teile meines Gehirns gesickert, geht auch schon mein Kopfkino los. Adrenalinstoß – Stress pur!

Dunkle Wolken ziehen auf!

Ich will sofort den Workshop absagen! Er ist eh schon eine Herausforderung, und wenn dann noch Erdmännchen da sitzt, das überstehe ich nicht!

Tja…

Dumm ist nur, dass ich den Teilnahmebetrag schon überwiesen habe, und die Stornogebühr recht hoch ist. Hm, will ich so viel Geld verbrennen, nur wegen Erdmännchen? Und außerdem will ich doch diesen Workshop machen! Was habe ich also für Alternativen?

Ich könnte

  • hingehen und mich einigeln, mich nicht zeigen. Ein ganz kleines Mäuschen werden. Nur nicht auffallen. Hinterher wird sich keiner erinnern, dass ich dabei war. Auch Erdmännchen nicht. Auch die Referentin nicht…
  • Erdmännchen einfach ignorieren. (Aus Erfahrung weiß ich, dass mir solch eine Option eher nicht gegeben ist…)
  • aufmerksam nach Fehlern bei Erdmännchen suchen und das dann ausnutzen. Erdmännchen schlecht machen, damit ich besser da stehe.
  • mich selbst möglichst positiv in Szene setzen. Ha, wie soll mir das gelingen, wenn ich voll unter Strom stehe vor lauter Aufregung??? Und noch mehr als sonst Angst habe, Fehler zu machen?
  • rumzicken. Und damit von meiner Angst und Nervosität ablenken.
  • es als Chance sehen, mich TROTZDEM zu behaupten, trotz meiner Vorbehalte, Ängste und Befürchtungen. Daran wachsen.
  • es als Chance sehen, mit Erdmännchen einen anderen Umgang zu finden. Entweder nur für mich, innendrin, oder für uns beide.

Oder doch nicht?

Na, da habe ich ja eine ganze Menge Möglichkeiten. Welche soll ich bloß wählen, welches wird die beste sein? Keine Ahnung. surprise Und es ist auch wirklich egal! Denn: es ist ja nur Kopfkino! Ich weiß doch gar nicht, ob Erdmännchen tatsächlich den Workshop auch gebucht hat!

Es geht hier nämlich gar nicht um die bestmögliche Planung meiner Begegnung mit Erdmännchen. Tatsache ist: indem ich den Filmen in meinem Kopf folge, setze ich mich selber unter Strom. Das ist, was tatsächlich passiert. Das ist es, worum es hier tatsächlich geht. Ich erzeuge ein hohes Maß reellen Stress im meinem Körper. Der mir nichts bringt außer Schweißausbrüchen, kalten Fingern, Magendrücken, nicht einschlafen können. Denn ich kann ja gar nichts tun! Es ist ja alles nur in meinem Kopf!

Besser ist…

Wenn Du ein Schlechtes-Kopfkino-Thema hast, mach Dir selber klar, dass es das ist: Kopfkino. Spüre nach, was in Deinem Körper passiert, wenn Du den Film laufen lässt. Und dann entscheide Dich erneut, bewusst!, ob Du diesen Film weiterlaufen lassen willst.

Denn mal ehrlich: egal, wie gut wir im Vorfeld die Eventualitäten einer solchen Situation geplant und durchdacht haben. Meistens kommt es dann ja doch anders.

Oder? Wie siehst Du das? Wie gehst Du mit Kopfkino um? Was sind Deine bewährten Strategien in so einer Situation? Eher stressig oder eher entspannend? Schreib es doch unten in die Kommentare rein, ich freue mich!

Von Energievampiren und Gegenmitteln

Hast du schon mal etwas von einem "Energievampir" gehört? Erfahren haben wir sicherlich alle schon mal, wie es sich anfühlt, wenn einer bei uns "andockt".

Meine Coach-Kollegin Veronika Krytzner beschreibt auf ihrer Seite Walk-your-Talk mit dem Bild der Snickers-Werbung, wie es ist, wenn man selbst zum Energievampir mutiert, und welche Abhilfen es dafür gibt.

Weil ich das Thema so spannend finde, habe ich mich mit einem Gastartikel bei ihr eingeklinkt. "… und plötzlich fühle ich mich so leer!" Darin gebe ich Tipps zum Umgang mit Energievampiren. Besonders hochsensible Menschen sind anfällig dafür, ihre Energie bei anderen zu lassen, was schnell zu einem erhöhten Stresslevel führen kann. In meinem Artikel erfährst du

  • wie du Energievampire erkennst
  • wie und ob du den Zusammenprall mit einem Energievampir verhindern kannst und
  • was du im konkreten Fall für dich selbst tun kannst.

Welche Erfahrungen hast du schon mit Energieräubern gemacht? Welche Tips im Umgang mit ihnen haben sich für dich bewährt? Veronika und ich freuen uns über deinen Kommentar unter dem Artikel! Oder mail mir unter coach@coyotetrainings.de .

Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

peinlich, peinlich…

Letztens habe ich etwas ziemlich verbockt. Und das war mir richtigrichtig peinlich.

Was war passiert?

Regelmäßig finden bei mir Erlebnisabende am Lagerfeuer statt. Dazu gibt es speziell für meine Newsletter-Leser eine kleine Erinnerung.

Lagerfeuer im Tippi - Entspannung pur

Nun war es wieder so weit, in zwei Tagen sollte der Abend stattfinden. Ich schrieb also den Newsletter. Sollte ja nur kurz sein. War es auch. Abgeschickt. Was anderes gemacht.

Kurz darauf  bekomme ich eine Email einer aufmerksamen Leserin, mit dem Hinweis, dass das Datum nicht stimmt. Oh Schreck! Ich also das Programm geöffnet, Entschuldigung getippt, Datum geändert, wieder losgeschickt.

Kurze Zeit später wieder eine Email eines ebenso aufmerksamen Lesers. Das Datum ist noch immer falsch!

Ach du Sch… !

Sch…. öne Bescherung. Was tun? ich habe mich total geärgert, und dann beschlossen, es jetzt dabei zu belassen. Noch einen dritten Brief, wieder mit Entschuldigung, wollte ich meinen Lesern nicht zumuten. Das wäre ja bald noch peinlicher. Außerdem traute ich ihnen durchaus zu, dass sie wissen, welcher Mittwoch gemeint ist wink.

Aber es war mir peinlich. Oberpeinlich sogar. Ich, die ich immer lieber dreimal gucke, ob auch alles stimmt. Voll die Perfektionistin! Mir passiert so etwas!

Wie konnte das passieren?

Und warum? Weil ich den Newsletter zwischen Tür und Angel geschrieben habe. Der musste eben noch raus. Hatte es vor mir hergeschoben, und dann auf den letzten Drücker *husch husch*. Eigentlich weiß ich es doch besser…

 

©-Rudie-Fotolia.com

 

Und was folgt daraus? Erkenntnisse.

  • Stress begünstigt Fehler.
  • Gute Planung ist das A und O.
  • Auch wenn es schnell gehen soll (was sich ja nicht immer vermeiden lässt): Nimm dir die Ruhe, das ordentlich zu machen. Lieber einen anderen Punkt auf der Liste dafür sausen lassen. Die Zeit, die ich hinterher gebraucht habe, noch einen Brief zu schreiben und mich zu ärgern und darüber nachzudenken, wie ich reagieren soll, die Zeit hätte ich besser in Korrekturlesen gesteckt.
  • Hör auf, Dich zu ärgern und nimm die Peinlichkeit nicht zu schwer. Passiert ist passiert.

Immerhin weiß ich nun einmal mehr, dass ich eine aufmerksame Leserschaft habe, und das freut mich! An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Hinweise von Euch!

Stress tut gut ;-)

Alle meckern über Stress,

aber eigentlich ist es doch 'ne ganz gute Sache, wenn man mal genauer hinguckt. Glaubst du nicht? Dann schau doch mal dieses kurze Video (ca. 7 Minuten) dazu an. Oder, wenn du es lieber schriftlich hast, lies den Beitrag dazu. Deine Meinung interessiert mich, wie siehst du das mit dem Stress? Hat er seine Berechtigung? Schreib mir doch in die Kommentare hier unter dem Artikel oder direkt unter dem Video.

Und hier kommt das Ganze als Text:

Heute möchte ich dir gern mal erzählen, dass Stress eigentlich für uns etwas ganz Positives ist. Ich beschäftige mich ja nun schon längere Zeit mit den Themen Stress, Burnoutprävention, Stressmanagement. Und was mir immer wieder auffällt ist, dass meine Kunden zu mir kommen mit dem Wunsch, sie möchten ihren Stress los sein.

Darum habe ich darüber nachgedacht, ob Stress nicht auch etwas Positives hat. Denn wenn wir alle immer so viel davon haben, dann müsste es doch auch eine gute Seite daran geben. Es gibt ja eigentlich in der Natur des Menschen, oder in der Natur überhaupt, nichts, was nicht für irgendetwas gut sein kann. Darum möchte ich heute mal eine Lanze für den Stress brechen.

Wofür kann Stress gut sein?

Das, was wir landläufig immer so mit „Stress“ bezeichnen, ist ja immer eher so ein Zustand von „das wird mir zu viel, ist so anstrengend, ich habe keine Auszeit, es kommt alles auf einmal“ und so weiter.

Wenn wir aber mal auf die Ursprungsbedeutung des Wortes schauen,

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